Bauprojekt in Rehna : Mit dem Fahrstuhl in alle Etagen

Kleine Baubesprechung: Heike Post und Mario Barth im neuen Aufgang mit Fahrstuhlschacht. Fotos: volker bohlmann
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Kleine Baubesprechung: Heike Post und Mario Barth im neuen Aufgang mit Fahrstuhlschacht. Fotos: Volker Bohlmann

Wohnungsgesellschaft ermöglicht barrierefreies Wohnen in der Heinrich-Heine-Straße. 1,8 Millionen-Euro-Projekt im Sommer fertig

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01. März 2016, 05:04 Uhr

Mit dem Fahrstuhl in die Wohnung. Mit diesem Konzept will die Wohnungsgesellschaft Radegasttal in Gadebusch (WGR) vor allem älteren Menschen ein Angebot unterbreiten. „Es geht um ein längeres und selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung“, sagt Heike Post. Die Geschäftsführerin der WGR macht ebenso deutlich: „Wir sprechen auch junge Familien an, die beispielsweise in einer der größeren Wohnungen in diesem Haus ein passendes Angebot finden.“

Rund 1,8 Millionen Euro investiert die WGR seit Mitte 2015 in eines ihrer ehrgeizigsten Projekte in der Heinrich-Heine-Straße. Im Entstehen sind Ein-Raumwohnungen und Mehrraumwohnungen für Familien.

Von Anfang an mit dabei ist Mario Marth. Der Handwerker vom Bauunternehmen Staudler nimmt das Großprojekt mit Gelassenheit und nicht allein wegen seines Namens mit Humor: „Seit Juni bin ich auf dieser Baustelle mit Abrissarbeiten, dem Versetzen von Wänden und Schalungsarbeiten befasst.“ Insbesondere bei den jüngsten Arbeiten am Fahrstuhlschacht geht es um Zentimeter, damit die Baugruppen hineinpassen.

Die aufwendigste Variante wäre es für alle Projektpartner, das Dach für den Fahrstuhl öffnen zu müssen. Ob und wie alles funktioniert, werde man in den kommenden Wochen sehen, meint Heike Post. Mitte März will die Herstellerfirma für die Fahrstühle mit dem Einbau der beiden Aufzüge beginnen. Dass diese keinen Außenanbau erhalten, sondern innen geführt werden, sieht Post als Herausforderung: „Wir wollen dieses Haus barrierefrei gestalten.“

Von den insgesamt 38 Wohnungen im Haus können 24 Mietparteien ihr Domizil mit dem Fahrstuhl vom Keller bis zum Obergeschoss ohne eine Treppenstufe erreichen. So wurden in einigen Aufgängen Haustüren geschlossen, Wände versetzt und ein neuer Eingang im benachbarten Aufgang geschaffen. Neue Flure entstanden.

Darüber hinaus gehören ebenerdige Duschen, Badewannen, Balkone, moderne Elektrik und Heizung zum Ausstattungsprogramm.

Voraussichtlich im Sommer will die WGR das Projekt mit der Sanierung der Außenfassade beenden. Diese erhält am Eingang zur Heinrich-Heine-Straße das Portrait des deutschen Dichters. Trotz einer Förderung für den Fahrstuhleinbau in Höhe von 90 000 Euro, wird die WGR die Mieten anpassen, so Heike Post gegenüber der SVZ. Zahlen die Gadebuscher im Schnitt 5,10 Euro je Quadratmeter Kaltmiete, liegen die Mietpreise im sanierten und voll ausgestatteten Haus bei 6 Euro mit Fahrstuhl und 5,50 Euro je Quadratmeter ohne Fahrstuhl.

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