Lützow : Mit dem Elektroauto übers Land

Anne Witt (M.) überreichte gestern in Zarrentin die Förderung (v.l.) an Margret Seemann, Jutta Piontek, Daniela Sperling und Iris Brincker.
Anne Witt (M.) überreichte gestern in Zarrentin die Förderung (v.l.) an Margret Seemann, Jutta Piontek, Daniela Sperling und Iris Brincker.

Elf neue Ladestationen in der westmecklenburgischen Schaalseeregion / Inbetriebnahme zwischen A 20 und A 24 in 2017 geplant

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07. Dezember 2016, 05:03 Uhr

Mit dem Elektroauto über Land fahren. So wirklich fruchten will der Gedanke nicht beim Verbraucher in Nordwestmecklenburg. Ein Mangel an Elektrotankstellen, die Reichweite und die meist teure Fahrzeugtechnik erschweren den Umstieg auf die Alternative zum Verbrennungsmotor. 23 Fahrzeuge wurden bis Oktober im Nordwestkreis zugelassen.

Zumindest ein Lückenschluss beim E-Tankstellennetz in der westmecklenburgischen Schaalseeregion bereiten die Ämter Lützow-Lübstorf, Zarrentin, Rehna und Wittenburg für das kommende Jahr vor. Insgesamt elf Ladestationen mit unterschiedlicher Ladestärke entstehen. Sechs öffentliche Stationen mit jeweils 2x22 kW u.a. am Amtsgebäude Lützow, Schloss Wiligrad, Amtsgebäude in Rehna, Grenzhus Schlagsdorf sowie am Pahlhuus Zarrentin und in Wittenburg. Fünf kleinere Stationen auf Bauhöfen und für Verwaltungen. Gesamtkosten: 268 000 Euro.

„Dafür gibt es einen Förderbescheid in Höhe von 241 000 Euro“, sagt Anne Witt vom Staatlichen Amt für Umwelt und Natur. Als Projektpartner steht der Energieversorger Wemag zur Seite.

Jutta Piontek als Leitende Verwaltungsbeamtin in Zarrentin und mit ihr die Kolleginnen Iris Brincker (Lützow), Daniela Sperling (Rehna) und Wittenburgs Bürgermeisterin Margret Seemann sehen sich mit dem Geldsegen einen wesentlichen Schritt in Richtung Zukunft. Nach immerhin zwei Jahren Planungsarbeit entwickle sich etwas. „Für uns geht es um den Ausbau der Infrastruktur zwischen den Autobahnen 20 und 24“, sagt Brincker. Mit dem Projekt verbessere sich das Ladestellennetz, können Besucher aus Hamburg, Schwerin, Wismar oder der Region die E-Zapfsäulen mit mittlerer Leistungsstärke anfahren. „22 kW reicht für touristische Zwecke“, so Zarrentins Projektleiter Heiko Frank. Für andere Ausbaustufen müssten die Automobilhersteller in Deutschland erst einmal die Weichen stellen. In Lützow und Zarrentin laufen seit Frühjahr Elektrofahrzeuge als Versuch. Es handelt sich um Kleinwagen mit 80 Kilometer Reichweite.

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