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Rehna: ADAC Auto-Wagen-Klassik-Rallye : Mit betagten Autos auf Spritztour im Norden

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Meter für Meter schiebt sich die riesige Oldtimer Kolonne durch das Tor des Rehnaer Klosters. Mitarbeiter des ADAC warteten dahinter um den Rallye-Fahrern per Stempel die Richtigkeit der Strecke zu quittieren.

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erstellt am 19.Jul.2013 | 07:22 Uhr

Rehna | Gute sechs Meter lang ist der Chrysler Newport Baujahr 1961 von Niels Hansen. Meter für Meter schiebt sich der riesige Oldtimer des Schenebergers durch das Tor des Rehnaer Klosters. Dahinter warten Mitarbeiter des Allgemeinen Deutschen Automobilclubs (ADAC), um dem Rallye-Fahrer per Stempel die Richtigkeit seiner Strecke zu quittieren. Hansen, seine Frau Maria und seine beiden Kinder Vincent und Vivien fahren eine von 43 Youngtimern, die gestern und heute an der ersten ADAC Auto-Wagen-Klassik-Rallye des ADAC teilnehmen und erleben gleichzeitig einen Teil ihrer Vergangenheit noch einmal. Denn Rehna ist für die Chrysler-Besitzer keine unbekannte Stadt. "2008 haben wir in Wedendorf geheiratet. Unsere Standesbeamtin kam aus Rehna", erzählt der Scheneberger. Bis zu 15 Mal im Jahr nimmt Niels Hansen an einer Rallye teil, zwei bis drei Mal schafft er es mit der ganzen Familie.

Auch mit seiner Tochter unterwegs bei dieser Rallye, die von Hamburg-Bergedorf über Rehna nach Wismar und heute weiter nach Warnemünde führt, ist Jörn Rumpel aus Hamburg. Der 47-Jährige kam als erster in Rehna an und freute sich schon auf die vom Motorsportclub Rehna organisierte Mittagspause. "Eine Rallye ist eine schöne Sache. Man sieht Dinge, an denen man sonst nicht vorbei gekommen wäre", erklärt Rumpel. "Das Tor des Klosters ist süß, schön gemacht. Man muss allerdings aufpassen, die Kontrollnummer im Bogen nicht zu vergessen", erzählt der Hamburger, der mit einem Porsche 911S, Baujahr 1971 unterwegs ist. Als einziger Rehnaer ist als einer der letzten Thomas Meyke gestartet. Auch wenn er lange hinter einer Kolonne hinterfahren musste und erst spät das erste Etappenziel in seiner Heimatstadt erreichte, kam er mit seinem Wartburg 311 am Ende ins Ziel.

Das Ende in aller Ruhe zu erreichen, ist das Ziel dieser Rallye, wie Organisationsleiter Ingo Huter erzählt. "Es geht nicht darum, so schnell wie möglich das Ziel zu erreichen, sondern sich in einer tollen Landschaft möglichst sicher im Straßenverkehr zu bewegen." Ein Jahr dauert die Vorbereitung einer solchen Rallye, 40 Kontrollpunkte haben die Organisatoren auf den 325 Kilometern verteilt. In Wedendorf wartete gleich nach dem Mittagessen einer etwas verzwickte Streckenführung rund um das Schloss auf die Teilnehmern, die anschließend in die Hansestadt fuhren, um am heutigen Tag die zweite Etappe in Angriff zu nehmen.

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