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Rarität in Dorf Mecklenburg : Mit 7000 PS übern Asphalt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Stärkstes Motorrad der Welt wird im Kreisagrarmuseum ausgestellt

svz.de von
erstellt am 10.Sep.2016 | 16:00 Uhr

Die 25. Auflage des Oldtimer & PS Raritäten-Treffens erfüllte mit mehr als 2000 Besuchern alle Erwartungen der Organisatoren am Kreisagrarmuseum in Dorf Mecklenburg. Die Ausstellung ist damit nicht beendet. Weiterhin zu besichtigen ist das schnellste Motorrad der Welt.

Das knallgelbe und kompakt verpackte Gefährt soll eine Schubkraft entwickeln, die 7000 PS entspricht und zudem eine Geschwindigkeit von Tempo 640 erreichen. Die Fakten hören sich atemberaubend an und scheinen abseits normaler Vorstellungskraft für ein Zweirad zu liegen. „Damit zu fahren ist viel zu gefährlich, vielleicht auf einem Salzsee und dazu nur bei Windstille, da bleiben wir lieber bei unseren Gefährten aus den 1920-er und 1930-er Jahren“, fanden während der Ausstellungseröffnung zwei gestandene Motorrad-Traditionspfleger aus Wismar, Klaus Wandschneider und Willi Krieschbach. Bedenken wurden zudem laut, ob die Reifen die enormen Belastungen aushalten. Letztendlich dürfte der nicht ungefährliche „Raketentreibstoff“ noch eine sicherheitsrelevante Rolle spielen. Immerhin wird das „Maschinchen“ dazu mit 98-prozentigem Hydrogen Peroxide, sprich Wasserstoffperoxid, betankt.

Um diese Wahnsinnsbeschleunigung zu erreichen, werden zudem 14 Kilo davon verbraucht, pro Sekunde wohlgemerkt. Mit der Treibstoffbeschaffung dürfte der Besitzer und Geschwindigkeitsrekordhalter Gerd Habermann, genannt auch „King of Fire“, in Deutschland allerdings Probleme bekommen. Denn die zu beschaffende und zu benutzende Chemikalie unterliegt dem Kriegswaffen Kontrollgesetz.

„Das besondere Exponat wird noch bis weit in den Herbst hinein zu sehen sein“, verspricht Museumsdirektor Falko Hohensee. Der hatte sich knapp ein dreiviertel Jahr lang um das besondere Ausstellungsstück aus dem Jahre 2013 bemüht, welches in den USA entwickelt wurde. Noch kurz vor Ausstellungsbeginn musste er bangen, ob das Objekt überhaupt das Museum erreichen wird.

 

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