Schloss-Nebengebäude wird saniert : Millionen-Investition in Wiligrad

<strong>Gut gesichert</strong> <strong>ist die Front</strong> des Marstalls bei den Sanierungsarbeiten.  <foto>Foto: Mett</foto>
Gut gesichert ist die Front des Marstalls bei den Sanierungsarbeiten. Foto: Mett

Reger Betrieb in Wiligrad: Der Marstall und die Remise des Schlossensembles Wiligrad werden derzeit im Auftrag des Landes instand gesetzt. Die Gebäude sollen künftig von Kinder- und Jugendgruppen genutzt werden.

svz.de von
01. Juli 2012, 06:51 Uhr

Wiligrad | Reger Betrieb herrscht rund um den historischen Marstall der Schlossanlage Wiligrad. Der Marstall und die Remise des Schlossensembles Wiligrad werden derzeit im Auftrag des Landes instand gesetzt. Die historischen Gebäude sollen künftig von Kinder- und Jugendgruppen genutzt werden. Beheizt werden die Räume mit Erdwärme. Damit leistet das Land als Bauherr einen Beitrag zur Schonung fossiler Energiequellen.

2011 hatte der Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern mit der Sanierung der ehemaligen Remise begonnen. Der Baubeginn am Marstall war in diesem Monat. Das dritte Gebäude in diesem Komplex, der ehemaligen Gastpferdestall, wird zum Technikgebäude ausgestattet.

Für die bauliche Herrichtung investiert das Land etwa 3,8 Millionen Euro. Im Marstall - er ist das größte Gebäude - sollen einmal 60 Betten stehen und Gästewohnungen eingerichtet werden, damit der Verein Erlebnistage Schweriner See, der Nutzer dieser Gebäude, Kinder und Jugendliche gemeinsam mit ihren Betreuern unterbringen kann. Die Remise wird zu einem Seminargebäude mit Büroräumen umfunktioniert; doch die historischen Gegebenheiten bleiben erhalten. Die Remise wurde auch von außen saniert, denn das Gebäude war einsturzgefährdet. Wie die Arbeiten am Marstall und an der Remise soll auch die Sanierung des Schlossparks bis spätestens 2014 fertig sein.

Nach der Wende war das Schloss freigezogen und zunächst dem Landkreis Nordwestmecklenburg, später dem Land Mecklenburg-Vorpommern zugeordnet worden. Seit Herbst 2003 ist die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten für Wiligrad zuständig und treibt die Instandsetzung voran.

Rückblick: 1945 war die Anlage das Hauptquartier der 15. Schottischen Division unter Generalmajor Barber. Hier wurde mit Generalmajor Lyaschenko von den sowjetischen Streitkräften das Gadebuscher Abkommen über den Grenzverlauf zwischen der britischen und sowjetischen Besatzungszone, streckenweise war es der Störkanal östlich von Schwerin, geschlossen. Danach diente das Schloss u. a. der Roten Armee als Typhuslazarett, die Nebengebäude als Flüchtlingsunterkünfte.

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