Gute Nachrichten aus Roggendorf : Millionen Euro für Dorferneuerung

Auf einem ehemaligen Industriegelände unweit des alten Kita-Standorts soll der Neubau entstehen.  Fotos: peter täufel
Auf einem ehemaligen Industriegelände unweit des alten Kita-Standorts soll der Neubau entstehen. Fotos: peter täufel

Gemeindevertreter beschließen Auftragserteilungen für Kita-Neubau und Straßensanierungen. Fördermittelzusagen wurden erteilt

svz.de von
27. Mai 2017, 04:45 Uhr

Wie bereits in den zurückliegenden Jahren, wird auch 2017 und 2018 allerhand gebaut auf dem Gemeindegebiet von Roggendorf. So konnte Bürgermeister Rico Greger auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter verkünden, dass für die geplanten Bauvorhaben die Fördermittelbescheide ins Haus geflattert sind. „Für Klein Salitz sind es 165 000 Euro, was einer Förderung von 90 Prozent entspricht und für Marienthal erhalten wir 430 000 Euro, das sind immerhin 75 Prozent der veranschlagten Baukosten“, berichtet der CDU-Politiker. Außerdem gebe es einen weiteren Fördermittelbescheid für den Bau eines neuen Buswartehäuschens in Breesen. „Das heißt, dass wir das alte, marode nun abreißen können“, freut sich Greger.

Für die Erneuerung der Straße in Marienthal wurden auf der Sitzung die ersten Beschlüsse für Auftragsvergaben gefasst: So ist die Vermessungsleistung an das Vermessungsbüro von Diplomingenieurin Natalia Brim aus Pampow vergeben worden. Ihr Angebot für die Ausführung beträgt 3391,50 Euro und erhielt damit den Zuschlag. Im gleichen Zusammenhang wurde der Auftrag für die Untersuchung des Baugrunds erteilt. Die Gemeindevertreter fassten den Beschluss, hierfür die Baustoff- und Umweltlabor GmbH aus Friedrichsmoor zu nehmen. Für eine Summe von 2913,12 Euro soll die Firma die Begutachtung in den kommenden Tagen vornehmen. „Wir haben keine Zeit zu verlieren, je eher wir damit beginnen, desto schneller sind wir fertig“, so der Bürgermeister.

Der weitaus größte Brocken ist aber der Neubau der Kita „Pusteblume“ auf dem Gelände der ehemaligen Ausbildungsstätte Salo & Partner Berufliche Bildung GmbH (die SVZ berichtete). „Die Vorbereitungen für den Kauf des Grundstücks sind abgeschlossen, so dass nun mit der Planungsleistung begonnen werden kann“, erklärt Rico Greger. Diese soll stufenweise erfolgen, bis zur Genehmigungsplanung. Erst nach Zusage von Fördermitteln soll eine weitere Planungsbeauftragung erfolgen. Für die Planung ist das Ingenieurbüro Hempel und Kreße aus Grevesmühlen unter drei Bewerbern ausgewählt und per Beschluss beauftragt worden.

Insgesamt drei Millionen Euro sind für den Kita-Neubau geplant, zuzüglich 60 000 Euro für den Grunderwerb. Knapp zwei Millionen werden als Fördermittel erwartet. Für den verbliebenen Eigenanteil wird der Antrag auf eine Sonderbedarfszuweisung in Höhe von 500 000 Euro gestellt. Für dieses Jahr sind für die Planung 100 000 Euro vorgesehen, die restlichen Mittel werden 2018 benötigt. Für den Eigenanteil muss die Gemeinde einen Investitionskredit aufnehmen, der jedoch im wesentlichen von den Mieteinnahmen vom ASB, Betreiber der Einrichtung, bedient wird.

Auch für die bereits abgeschlossene Straßenbaumaßnahme in Breesen muss ein Investitionskredit aufgenommen werden. Geplant und vom Kreis genehmigt waren bereits im vergangenen Jahr 545 000 Euro. Benötigt werden nun aber nur
300 000 Euro. Die Gemeindevertreter fassten den Beschluss, diesen Betrag über 20 Jahre mit einem Zinssatz von 0,55 Prozent bei zehn Jahren Zinsbindung über ein entsprechendes Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu finanzieren.

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