Rosenow : „Mich zieht es nicht in die Ferne“

Ausschließlich regionale Gaumenfreuden kommen bei Ute Linke im Restaurant „De oll Dörpschaul“ auf den Tisch.
Ausschließlich regionale Gaumenfreuden kommen bei Ute Linke im Restaurant „De oll Dörpschaul“ auf den Tisch.

Mit Ute Linke vom Restaurant „De oll Dörpschaul“ in Rosenow startet die SVZ-Serie über Köche der Region.

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28. November 2019, 05:00 Uhr

Schlemmen nach Mecklenburger Rezepten, Altgewohntes speisen und genießen beim Wirt des Vertrauens um die Ecke oder aber Exotisches entdecken beim Griechen, Asiaten oder Italiener von nebenan – in den Lokalen unserer Region lassen sich Gäste gern verwöhnen. Doch wer sind die Frauen und Männer hinter den leckeren Gerichten? Die Gadebusch-Rehnaer Zeitung stellt in den nächsten Wochen Köchinnen und Köche der Region vor. Zum Auftakt stellte sich Ute Linke vom Restaurant „De oll Dörpschaul“ in Rosenow den Fragen von SVZ-Redakteur Michael Schmidt.

Woran haben Sie sich schon die Finger verbrannt?
Ute Linke: Ganz böse an einer heißen Pfanne. Ich wollte diese aber nicht loslassen und so hatte ich dann eine „wunderschöne“ Blase an der Hand, die mich doch einige Tage begleitet hat und immer daran erinnerte, lieber einen Topflappen  zu verwenden.

Was sollte jeder Gast in Ihrem Restaurant unbedingt probiert haben?
Nun bin ich doch glatt geneigt, alles zu sagen, da sich die Speisekarte mindestens monatlich ändert und immer dem Takt der Natur, dem Angebot der Region und der Nachhaltigkeit unterliegt. Es kommt ja auch immer auf den persönlichen Geschmack an. Jedoch würde ich mir wünschen, dass sich die Gäste auch leichter auf Unbekanntes einlassen.

Welches Gericht würde es niemals auf Ihre Speisekarte schaffen?
Nun ja, ich bin an sich sehr neugierig. Jedoch auch sehr heimatverbunden. Deshalb kommen bei mir ausschließlich regionale, saisonale Gaumenfreuden auf den Tisch. Auf keinen Fall werden es Halbfertig- oder gar Fertigprodukte auf die Karte schaffen. Denn es gibt zu jeder Zeit genügend Abwechslung in unserem schönen Mecklenburg. Und das für Leib und Seele.

Was ist das Schönste an Ihrem Beruf?
Wo soll ich da anfangen? Ich darf kreativ sein, immer mit tollen Lebensmitteln arbeiten, tolle regionale Produzenten kennenlernen, habe ständig mit verschiedensten Menschen zu tun. Kein Tag ist wie der andere. Ich werde von Gästen auch gerne mal überrascht. Gerade unlängst wurde mir einfach mal so ein kleiner Blumenstrauß überreicht. Ich durfte einfach meine Leidenschaft zum Beruf machen.

Was ist das Kurioseste, das Sie als Köchin jemals erlebt haben?
Als bekennende Regionalköchin sollte ich einmal ein italienisch-spanisches Büfett fertigen.

An welchem Ort der Welt möchten Sie unbedingt einmal kochen?
Ich koche da, wo ich zu Hause bin, in unserem schönen Mecklenburg, und das mit Leidenschaft. Mich zieht es nicht in die Ferne.

Was ist dran an dem Sprichwort „Viele Köche verderben den Brei“?
Das kommt, denke ich, immer auf die Köche an. Bei gutem Zusammenspiel können viele Köche auch Großartiges gestalten. Selbst viele ungeübte Köche können ein tolles Menü zaubern, wenn diese gut angeleitet werden. Und irgendwie kann doch immer nur etwas Schlechtes rauskommen, wenn die Zutaten nicht gut sind und die Verarbeitung nicht passt.

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