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Handwerk in Gadebusch : Metallbauer aus Leidenschaft

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Hans-Otto Heyden übergibt Familienbetrieb an Sohn Thomas Heyden. Unternehmen setzt in Norddeutschland Akzente

von
erstellt am 06.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Heyden bleibt Heyden: Der Generationswechsel unter dem Dach der gleichnamigen Metallbaufirma in Gadebusch ist vollzogen. Thomas Heyden (40) hat zum Jahreswechsel die Geschäftsführung des familiär betriebenen Unternehmens von Vater Hans-Otto Heyden (66) übernommen. Ein Schritt in Richtung Zukunft, der eigentlich gar nicht anders hätte aussehen können: „Die Region braucht uns“, sagt Seniorchef Hans-Otto Heyden.

Wer sich in der Münzstadt, der Region und bis weit über Hamburg hinaus umschaut, sieht, was der Zwölf-Mann-Betrieb in den zurückliegenden Jahren vom Betriebsgelände „Am Wasserwerk“ aus initiiert hat. „Treppengeländer, Balkone, Zäune oder Sonderwünsche wie die im Jahr 2000 auf dem Dach des Rathauses platzierte Wetterfahne gehören zum Portfolio“, sagt Hans-Otto Heyden. Es seien auch Bauwerke, die in Form von kleinen Brücken am Burgsee, Aufgängen am Hort oder am Gebäude der Grundschule Gadebusch den Nutzern einen sicheren Weg ermöglichen. Im Lutherjahr 2017 erhält Gadebusch darüber hinaus noch eine Ausstellung über die Geschichte und Geschichten in und aus der Münzstadt: „Die dafür erforderlichen Stelen aus Cortenstahl, ein wetterfester Baustahl, fertigen wir“, freuen sich Thomas und Hans-Otto Heyden.

Damit die Geschäftsübergabe perfekt gelingt, wird im Büro und in den Werkstätten „Am Wasserwerk“ Hand in Hand und vor allem mit handwerklichem Geschick gearbeitet. Metallbauer Ronny Hieske fertig aktuell Fenstergitter und führt die Elektrode seines Schweißgerätes gekonnt um eine Metallstange mit daran gepunkteten Ornamenten. Im Nebenraum entstehen für das Unternehmen Derstappen Treppengeländer aus Edelstahl. Maßanfertigungen, die beim ersten Installationstermin sitzen müssen. „Die Kunden erwarten Verlässlichkeit und das müssen wir bieten“, so Thomas Heyden. Allein gelingen solche Herausforderungen nicht. Mit im Team wirkt Renate Heyden, die Auftragseingänge, Buchhaltung und Materialbestellungen organisiert.

Ob die Planungsarbeit digital oder mit dem geschulten Auge des Meisters auf einer Handzeichnung durchgeführt wird, das werde sich zeigen. Beides erscheint im Handwerksbetrieb sinnvoll.

Die computergestützte Arbeit ist Thomas Heyden jedenfalls vertraut. Der Maschinenbauingenieur arbeitete in den zurückliegenden zwölf Jahren für den Flugzeughersteller Airbus. Die Rückkehr von Bremen nach Gadebusch sieht er als Herausforderung: „Bei uns im Metallbaubetrieb läuft alles in Eigenverantwortung. Dadurch lassen sich Projekte so umsetzen, wie man es selbst möchte. Hier läuft es eben anders als in Großunternehmen.“ Oben drauf gibt es noch den direkten Kontakt mit den Kunden, die mehrfach die Klingel an der Bürotür läuten. Hans-Otto Heyden: „Unsere Grundeinstellung basiert darauf, jedem Kunden zu helfen. Somit stehen wir mit Rat und Tat zur Seite.“ So spannt sich der Bogen der Produktpalette eben vom Fenstergitter am Eigenheim bis hin zu Aufträgen für die Großbäckerei Lüdersdorf mit Vorrichtungen zur Befestigung von Maschinen.

Wer Erfolg anstrebt, der muss eine gehörige Portion Organisationstalent für die gestiegenen Anforderungen mitbringen. „25 Jahre arbeitete ich selbst in der Werkstatt mit. Mitte der 1990erJahre veränderten sich die Anforderungen, rückte die Kundenbetreuung stärker in den Mittelpunkt“, so Hans-Otto Heyden. Kontakte, auf denen die erfolgreiche Arbeit des Familienbetriebes auch in Zukunft basiert. Thomas Heyden: „Die Anforderungen an die Produkte werden immer anspruchsvoller, da müssen die Wünsche der Auftraggeber mit dem technisch Möglichen in Einklang gebracht werden.“

 

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