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Zirkus Renz in Rehna : Mercedes Renz möchte einmal nach Monte Carlo

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Zirkus Renz ist zu Gast in Rehna und eine „Eiskönigin“ hat einen großen Traum

von
erstellt am 21.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Erst 13 und schon einen eigenen Wohnwagen – das dürfte der Traum von so manchem Jugendlichen sein. Für Mercedes Renz ist er Realität. Denn sie ist fast ständig auf Achse mit dem Zirkus Hermann Renz.

Derzeit ist Zwischenstopp in Rehna. Hier wird Mercedes von morgen bis Sonntag als „Königin Elsa von Arendelle“ – auch bekannt als die Eiskönigin – auftreten. An ihrer Seite wird Olaf, der „Eismann“ zu erleben sein. Diese Rolle übernimmt Mercedes’ Bruder Joey (17). Beide gehören zur siebten Generation der Zirkusfamilie. Und beide standen schon im Alter von etwa einem Jahr in der Manege – mit den Füßen auf den Händen ihres Vaters. Mit dieser Darbietung begann ihr Zirkusleben. Und heute kann sich Mercedes ein Leben ohne Zirkus kaum noch vorstellen. „Ohne Tiere, Training oder Zelt würde mir etwas fehlen“, sagt die 13-Jährige.

Nicht fehlen darf im Leben einer Jugendlichen das Handy. Mit ihm hält sie Kontakt zu ihren Freundinnen und zu Mitschülerinnen in Lübtheen. Denn dort geht Mercedes im Winter zur Schule.

Wenn sie auf Tour ist, schickt ein so genannter Zirkuslehrer ihr Schulmaterial zu. Ein Monat Zeit bleibt ihr dann, um sich mit dem Unterrichtsstoff zu befassen, Aufgaben zu lösen und diese zurück zu schicken. Dann kommen die nächsten Aufgaben – und wieder wird gebüffelt. Vier bis fünf Stunden am Vormittag, und wenn Zeit ist auch am Nachmittag. „Deutsch und Englisch sind meine Lieblingsfächer, denn das geht am schnellsten“, sagt Mercedes und lacht. Die Begeisterung für Mathe hält sich in Grenzen.

Wenn die schulischen Leistungen zu schlecht werden sollten, müsste Mercedes an jedem Tournee-Ort in die Schule gehen. Für Zirkuskinder im Grundschulalter ist dies übrigens ein Muss. Und so drücken ihr jüngerer Bruder Diego und Cousin Jimmy gerade die Schulbank in Rehna – für wenige Tage.

„Ich selbst bin damals auch überall gut aufgenommen worden. Die Mädchen fanden meinen Vornamen immer spitze. Manche Jungs aber musste ich ignorieren, wenn sie meinten: ,Da kommt Mercedes-Benz. Brumm, brumm‘.“

Die Hänsel-Heinis von gestern könnten übrigens eines Tages staunen, wenn Mercedes ihr größtes Ziel erreichen sollte. Denn einmal in ihrem Leben möchte sie beim Zirkusfestival in Monte Carlo auftreten. „Ich glaube, das ist der Traum einer jeden Artistin“, sagt Mercedes.

„Manege frei!“ heißt es aber zunächst in Rehna. Dort wird es Akrobatik, Clownerie, eine Wild-West-Show und weitere Darbietungen geben. Die 90-minütigen Vorstellungen beginnen am Freitag und Sonnabend um 16 Uhr und am Sonntag um 11 Uhr.

 

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