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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. August 2017 | 13:19 Uhr

Roggendorf : Mein Hund, der Allergiker

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Futtermittelunverträglichkeit bedeutet hohe Zusatzkosten für Tierheim

Hektor ist ein Bild von einem Hund: groß, stark und beeindruckend – ganz so, wie ein Schäferhund sein sollte. Doch Hektor ist kein ganz normaler Schäferhund – er leidet an einer Allergie und ist deshalb auf ganz besonderes Futter angewiesen. „Er hatte schlimmen Durchfall, als er zu uns kam“, erzählt Annette Herbing, die Leiterin des Roggendorfer Tierheims. Nach langer Ursachensuche stand fest: Hektor verträgt das Standard-Hundefutter nicht.

„Immer mehr Tiere leiden unter einer Futtermittelallergie“, stellt Herbing fest. Dies äußert sich meist in heftigem Durchfall oder Haarausfall. Der Grund: „Im normalen Billigfutter für Hunde oder Katzen ist viel Getreide enthalten“, erklärt die Tierheimleiterin. „Getreide ist aber keines ihrer natürlichen Nahrungsmittel. Und das löst dann oft Allergien aus.“ Im Trockenfutter seien zudem Futtermilben enthalten und auf diese reagierten einige der Tiere ebenfalls stark. „Es ist wie beim Menschen, da kommen Lebensmittelallergien ja auch vor“, sagt Herbing.

Abhilfe schafft ein Hypoallergenic-Futter, das speziell auf Tiere mit Unverträglichkeiten abgestimmt ist. „Das Futter enthält keinen Getreideanteil, nur Kartoffeln und Fisch oder eine andere Sorte Fleisch und Reis“, erklärt Herbing. Doch der Kauf dieses Spezialfutters geht ins Geld: Ein Sack mit 15 Kilogramm kostet etwa 60 Euro, rechnet die Tierheimleiterin vor. „Günstiges Hundefutter bekommt man aber schon für knapp 18 Euro pro 25 Kilogramm.“ Und mit 25 Kilo kommt ein großer Hund wie Hektor nur etwa zwei Wochen aus.

Um das Tierheim bei der Anschaffung des teuren Spezialfutters zu unterstützen, ist Karolin Bening von der Gadebuscher Volks- und Raiffeisenbank angereist, um Annette Herbing einen Scheck in Höhe von 250 Euro zu übergeben. „Davon können wir Hundefutter für sechs Wochen kaufen“, freut sich die Tierheimleiterin.

Seit Hektor das neue Futter bekommt, geht es dem Rüden prächtig. Er ist topfit und leidet nicht mehr unter dem Durchfall. Er tobt wieder gemeinsam mit den anderen Hunden über das weitläufige Gelände des Tierheims.

 



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erstellt am 17.Apr.2014 | 00:00 Uhr

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