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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

11. Dezember 2017 | 11:07 Uhr

Zukunftspläne : Mehr Steckdosen für Elektroautos

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Zwischen Rehna und Boizenburg sind 34 Ladesäulen geplant. Ämter wollen mit neuem Projekt voraussichtlich 2016 starten.

von
erstellt am 07.Jul.2015 | 07:00 Uhr

Mobil sein mit dem Elektroauto. Diesen Gedanken wollen sechs Ämter in der Schaalseeregion fördern und vor allem durch die Installation von Elektrotankstellen entwickeln. „Das Konzept sieht bislang acht Schnellladesäulen und zusätzlich 26 kleinere Ladeboxen und Ladestationen vor“, sagt der Gadebuscher Bürgermeister Ulrich Howest. Daraus ergeben sich Ladezeiten von 20 Minuten beispielsweise an der geplanten Station am Langen Haus in Rehna, bis hin zu mehreren Stunden bei kleineren Ladeboxen.

Mit diesem Projekt möchten die beteiligten Ämter die Versorgung der eigenen Bürger als auch der Touristen naheliegender Großstädte erleichtern. Federführend bemüht sich aktuell das Amt Zarrentin um eine Koordination und Prüfung von Fördermöglichkeiten im Land MV. Die Leitende Verwaltungsbeamtin Jutta Piontek: „Wir möchten den CO2-Ausstoß minimieren und als öffentliche Hand mit einer eigenen Flotte Vorbildwirkung erzielen.“ Mit der Wemag als regionalen Stromanbieter sei man gut aufgestellt.

Rehnas Amtsleiter Hans Martin Buschhart stuft die Elektromobilität als zukunftsweisend ein: „Wir gegen davon aus, dass bis 2017 der preisliche Unterschied zwischen konventionellen Pkw und Elektroautos sich nahezu aufhebt. Allein im öffentlichen Bereich in Hamburg sind 1000 Fahrzeuge angemeldet.“ Die Akteure sehen nun Chancen für eine erfolgreiche Etablierung und Nutzung von Elektrotankstellen. Gelingt das Projekt mit Unterstützung des Landes, nehmen die Amtsbereiche Gadebusch, Rehna, Lützow, Zarrentin, Wittenburg und das Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee-Elbe eine Vorreiterrolle in MV ein.

Iris Brincker, Leiterin Amt Lützow-Lübstorf, macht aber auch deutlich: „Wir befinden uns allerdings erst in der konzeptionellen Phase.“ Ziel sei eine Förderung zum Netzaufbau. „Gleichzeitig müssen wir Betreiber für die Elektrotankstellen finden.“

Ulrich Howest signalisierte vor seinem Stadtparlament, am Projekt festhalten zu wollen: „Ende 2015 müsste die Stadtvertretung einen entsprechenden Beschluss fassen und Haushaltsmittel für 2016 bereitstellen.“

Die grundsätzlichen technischen und Fragen über Investitionen sind aus Sicht von Andreas Lausen, Leiter Amt Gadebusch, nahezu geklärt. Nach seinen Angaben schlägt eine Schnellladesäule mit zirka 30 000 Euro zu Buche, eine Ladebox mit 6000 Euro. Zahlsysteme wie EC-Karte bzw. Handy seien denkbar. Die Ladezeiten variieren zwischen 15 Minuten bei einer Schnellladung (50 kw), 30 bis 120 Minuten bei Schnellladung mit 20 kw und bis zu acht Stunden an einer Ladebox. Mit ihrer Initiative möchten die Amtsbereiche das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos in den Verkehr zu bringen, unterstützen.

Der Schlüssel zum Erfolg sind weiterführende Gespräche mit dem Energieversorger Wemag und dem Leader-Büro, welches mit Infrastrukturmitteln die Elektromobilität fördern könnte. Nach ersten Schätzungen belaufen sich die Anteile der Kommune je nach Ladestationvariante zwischen 1000 und 7000 Euro.  

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