REHNA : Mehr Geld für Klosterverein?

Burkhard Schmidt und Eva Doßmann vom Klosterverein Rehna hoffen auf mehr Geld von der Stadt.
Burkhard Schmidt und Eva Doßmann vom Klosterverein Rehna hoffen auf mehr Geld von der Stadt.

Kulturausschuss empfiehlt der Stadt Rehna dem Verein Grundförderung von 500 Euro jährlich zu gewähren

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11. November 2015, 23:05 Uhr

Der Klosterverein Rehna soll ab dem nächsten Jahr mehr Förderung von der Stadt bekommen. Das hat der Kulturausschuss am Donnerstagabend beschlossen. Der Stadtvertretung wird empfohlen, dem Verein 500 Euro Grundförderung zu gewähren. Die gibt es bislang eigentlich nur für Vereine, die sich in der Kinder- und Jugendarbeit engagieren.

Jeder Verein in der Stadt bekommt eine jährliche Grundförderung von 150 Euro, wenn er sie beantragt. Dazu zählt der Klosterverein. All jene, die sich besonders mit Kindern und Jugendlichen beschäftigen, erhalten 500 Euro mehr. Vier Vereine kommen in diesen Genuss: Der MC Rehna, der Angelverein Radegasttal, der Sportverein und der Schützenverein. „4850 Euro geben wir in jedem Jahr dafür aus“, sagt die Vorsitzende des Ausschusses, Nina Arnold. Bleiben noch 5150 Euro übrig, die von den Vereinen für besondere Aktivitäten beantragt werden können.

Bislang ist der Klosterverein von der höheren Förderung ausgeschlossen. Wenn die Stadtvertreter dem Kulturausschuss folgen, wird sich das ab dem nächsten Jahr ändern.

Nun läuft in der Stadt die Diskussion, ob der Klosterverein berechtigt ist. Denn Jugendarbeit im Sinne der Satzung macht der Verein nicht. Kritisch wird zudem gesehen, dass Mitglieder, die die in der eigenen Kloster- und Stadtinfo arbeiten, eine Anfwandsentschädigung bekommen.

Ziel des Vereins ist nach eigener Aussage die „Zusammenarbeit mit den Eigentümern der Klosteranlage in Rehna, der Stadt und der evangelischen Kirchgemeinde“, um wieder Leben in die Klostermauern zu bringen.

„Wir sind ein großer Verein, der einiges bewegt“, sagt Vereinschefin Eva Doßmann. „Die einzige Unterstützung, die wir von der Stadt bekommen, sind die 150 Euro.“ Dabei holt der Verein durchaus renommierte Veranstaltungen in die Klosterstadt. Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern gastieren im Nonnengarten, bei der Bundesgartenschau 2009 war das Kloster Außenstandort. All das lockt viele Besucher in die Stadt. „Kultur ist auch ein Wirtschaftsfaktor“, sagt Eva Doßmann. Die Diskussion Jugendarbeit kontra Kulturarbeit sieht Ausschussvorsitzende Nina Arnold skeptisch. „Wir sollten beides wertschätzen.“ Es gehe nicht nur um Kinder- und Jugendarbeit, sondern auch um Kulturförderung.

„Der Verein wirbt für Rehna“, sagt Nina Arnold. Mit seinen Führungen, mit seinen Veranstaltungen macht er die Klosterstadt bekannt. „Wir gönnen dem Verein die Grundförderung von 500 Euro.“ Mal sehen, ob sich die Stadtvertretung am 3. Dezember dieser Meinung anschließt.

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