zur Navigation springen
Gadebusch-Rehnaer Zeitung

19. Oktober 2017 | 23:55 Uhr

Abfallwirtschaft : Mehr Bio-Tonnen senken Kosten

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Wirtschaftsausschuss des Landkreises Nordwestmecklenburg verabschiedet Abfallwirtschaftskonzept bis 2025

svz.de von
erstellt am 23.Okt.2015 | 23:26 Uhr

Der Wirtschaftsausschuss des Landkreises Nordwestmecklenburg hat auf seiner jüngsten Sitzung das Abfallwirtschaftskonzept für die Jahre 2015 bis 2025 verabschiedet. Nach drei Anläufen waren sich die Mitglieder nun endgültig einig, die besten Lösungen für den Abfall der Nordwestmecklenburger gefunden zu haben. Jetzt muss das Konzept noch durch den Kreistag bestätigt werden.

Das Konzept beinhaltet unter anderem ein teilweises Verbrennungsverbot im städtischen Bereich. „Das hat bisher die Stadt Gadebusch umgesetzt, wo im Stadtgebiet nur noch freitags und sonnabends verbrannt werden darf“, erklärte Norbert Frenz, Betriebsleiter des Abfallwirtschaftsbetriebes in Grevesmühlen. Nach und nach sollen alle Gemeinden diese oder ähnliche Maßgaben durchsetzen, forderte der Betriebsleiter. Besonderes Augenmerk legte Frenz auf die Bio-Abfalltonne. Die hatte in der Vergangenheit für jede Menge Diskussionen unter den Bewohnern gesorgt. Doch Frenz entschärfte die Situation. „Wir haben derzeit 2000 braune Tonnen aufgestellt. Um kostendeckend arbeiten zu können, müssten etwa 6000 Tonnen aufgestellt werden. Das ist unser Ziel“, erklärte Norbert Frenz. Denn aufgrund der großen Flächenausdehnung des Landkreises wären die Personal- und Maschinenkosten sehr hoch. Gleichzeitig wies der Betriebsleiter des Abfallwirtschaftsbetriebes aber auch darauf hin, dass eine braune Tonne keine Pflicht sei, egal, ob man selbst kompostiere oder nicht. „Die Trennung von Biokompost müsste in Eigenverantwortung geschehen und würde uns sehr helfen“, appellierte er. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Kosten für die Entleerung einer Bio-Tonne von vier auf 2,50 Euro sinke.

Auch Groß Molzahns Bürgermeister Karl-Heinold Buchholz sprach den Inhalt des Konzeptes in Sachen Garten- und Grünabfälle an. Die sollen nach Möglichkeit an einer zentralen Stelle gesammelt werden. „Für uns wäre das in dem Falle Rehna. Doch wer fährt mit einem Hänger Rasenschnitt 20 Kilometer nach Rehna“, fragte der Groß Molzahner. Er wolle deshalb demnächst mit den umliegenden Gemeinden sprechen, um eine territoriale Lösung zu finden. „Die Gemeinden Schlagsdorf, Carlow und Groß Molzahn finden sicher einen näher liegenden gemeinsamen Punkt als Rehna“, sagte Buchholz.

Auch die Entsorgung illegal abgelagerter Abfälle bleibt ein Thema im Wirtschaftsausschuss. Die bisher pro Jahr eingeplanten Finanzen für die Entsorgung, wenn kein Verursacher ausfindig gemacht wird, sollen aufgestockt werden. „Wir haben gesehen, dass das Geld nicht ausreicht und werden im kommenden Jahr reagieren“, sagte Ausschuss-Vorsitzender Heiner Wilms (SPD). Gleichzeitig stehe das Konzept in zwei Jahren wieder auf der Tagesordnung, sagte er. „Zwar ist es für zehn Jahre festgeschrieben, doch wir wollen sehen, ob wir Dinge nachjustieren müssen“, sagte Heiner Wilms.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen