Leerstand : Max Bahr in Gägelow ist Geschichte

Der Baumarkt Max Bahr  in Gägelow ist jetzt geschlossen. Ein neuer Betreiber hat sich noch nicht gefunden.
Der Baumarkt Max Bahr in Gägelow ist jetzt geschlossen. Ein neuer Betreiber hat sich noch nicht gefunden.

Die weitere Zukunft des Standortes ist auch nach dem Ende des Abverkaufs unklar

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27. Februar 2014, 22:00 Uhr

Die Schranke ist runter, der Parkplatz verlassen und die Türen sind geschlossen. Wo sich vor wenigen Tagen noch die letzten Kunden um die Schnäppchen des Abverkaufs bemüht haben, herrscht heute gähnende Leere. Die Zukunft von Max Bahr in Gägelow ist unklar. Im Gegensatz zu vielen anderen Filialen der Baumarktkette konnte für den Standort noch kein neuer Betreiber gefunden werden.

Auch Uwe Wandel weiß nicht wie es weitergeht. „Der Eigentümer ist derzeit am verhandeln, aber einen Abschluss gibt es wohl noch nicht“, so der Bürgermeister der Gemeinde Gägelow. Doch die Hoffnung, dass es an dem Standort mit einem neuen Besitzer weitergeht, hat er noch nicht aufgegeben. „Ich gehe davon aus, dass sich dort nach einer Karenzzeit wieder ein Baumarkt ansiedelt“, betont Wandel.

Diese Hoffnung will MEZ-Centermanagerin Karina Stenker weder befeuern noch zerstören. Die Angestellte des Immobilienunternehmens Jost Hurler, dem der Standort gehört, sagt: „Solange es keine definitive Lösung gibt, werden wir uns nicht zu Spekulationen äußern.“

Der Abverkauf in den Filialen der Baumarktkette war Ende November von der Gläubigerversammlung beschlossen worden, nachdem der Hauptvermieter, die insolvente Grundstücksgesellschaft Moor Park, sich nicht mit Interessenten über eine Vermietung oder einen Verkauf einigen konnte. Damit war auch das Aus für Max Bahr in Gägelow beschlossene Sache, dessen Gebäude sich im Besitz des Immobilienunternehmens Jost Hurler befindet.

Seitdem stand die Suche nach Standortlösungen im Fokus des Insolvenzverwalters Dr. Jens-Sören Schröder. Inzwischen sind für 62 der 78 Märkte neue Betreiber gefunden. Dabei handelt es sich überwiegend um große Baumarktketten. Einige Märkte werden auch von Möbelhändlern übernommen. Der Standort Gägelow hat dagegen noch ein ungewisses Schicksal. Die fest angestellten Mitarbeiter können ab morgen für drei bis sechs Monate in eine Transfergesellschaft wechseln. Dort sollen sie zunächst weiterbeschäftigt werden.

„Es bestand von Anfang an die Schwierigkeit, dass die Baumarkt-Immobilien nicht Max Bahr gehörten. Insofern ist für die Mitarbeiter mit der Transfergesellschaft und den Standortlösungen das unter diesen Umständen bestmögliche Ergebnis erreicht worden“, sagt Schröder. Der Insolvenzverwalter geht jedoch davon aus, dass bis zum Auslaufen der Transfergesellschaft auch an den übrigen 16 Standorten Klarheit herrschen wird, wie es dort weiter geht.

Den Heimwerkern in Nordwestmecklenburg bleiben auch ohne Max Bahr einige Alternativen. So haben die Raiffeisenmärkte in Gadebusch und Rehna, der Hagebaumarkt in Gadebusch und das Juhnke Baucentrum in Lützow in den vergangenen Jahren ihre Standorte und ihr Sortiment kontinuierlich ausgebaut.

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