Mühlen Eichsen : Massive Schäden an der Kirche

Zertrümmert: Kaputte Dachziegel vor dem Westeingang.
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Zertrümmert: Kaputte Dachziegel vor dem Westeingang.

Kirchenbauamt plant Notsicherung und anschließende Reparatur

svz.de von
28. Juli 2015, 22:00 Uhr

Zwei Riesen-Löcher klaffen im Dach des Kirchturms. Rund um das Gotteshaus liegen wüst verstreut zahllose Dachziegeltrümmer. Die gut 15 Meter große alte Kastanie hat ihr Leben ausgehaucht und liegt umgeknickt am Boden. Sturmtief „Zeljko“ hat am Wochenende ganze Arbeit geleistet und das Dach der Dorfkirche Mühlen Eichsen schwer beschädigt.

„Oh je, die hat es aber mächtig erwischt“, ist Jürgen Ahrens beim Betrachten der Fotos entsetzt. Der Bürgermeister von Mühlen Eichsen erfuhr erst auf SVZ-Hinweise in seiner Montagssprechstunde von dem Schaden. Erst gestern Mittag wurde die zuständige Kirchenkreisverwaltung der Evangelischen Kirche in Mecklenburg Vorpommern von dem Desaster in Kenntnis gesetzt. „Vermutlich werden wir jetzt eine alpintechnische Firma mit der Behebung der Schäden beauftragen“, kündigt Ute Reil-Romanski schnelle Hilfe an. Denn das derzeitige Wetter spielt der Baubeauftragten für die Propste Wismar nicht gerade in die Hände. „Wegen der massiven Schäden werden wir wohl erst eine Notsicherung und anschließend eine umfassende Reparatur vornehmen lassen müssen“, erklärt sie die weitere Vorgehensweise.

Das eigentliche Problem: Witterungsbedingte Schäden an Gotteshäusern haben nach Aussagen der Baubeauftragten in den vergangenen fünf Jahren erheblich zugenommen. Und kaum hat sich Sturm „Zeljko“ verzogen, steht mit „Andreas“ das nächste Tief vor dem Kirchturm. Dieser hat zwar weniger Wind, dafür aber jede Menge Niederschlag im Gepäck. Und der ist pures Gift für das demolierte Dach der Dorfkirche. Denn wenn es regnet, regnet es direkt in den Kirchturm hinein.

Damit bis zur Reparatur der Sturmschäden niemand zu Schaden kommt, wurde rund um den Westturm des backsteingotischen Kirchenbaus aus dem 14. Jahrhundert ein rot-weiß-gestreiftes Absperrband gespannt, das Besucher vor dem Betreten des Geländes warnen und zurückhalten soll.

Die Höhe des Schadens ist derzeit nicht genau zu beziffern. „Ich denke, dass die Reparaturen etwa 3  000 Euro kosten dürften“, schätzt Dachdeckermeister Chris Paulsen von der Dachdeckerei Paulsen in Roggendorf nach dem Betrachten der Bilder.

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