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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

25. November 2017 | 12:38 Uhr

Wettbewerb in Gadebusch : Maßarbeit mit dem Pflug

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

PS-Spektakel mit reichlich Kultur und Handel

von
erstellt am 31.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Den Boden lockern und wenden – für geübte Landwirte mit Hilfe modernster Technik beinahe ein Kinderspiel. Dass die Perfektion in diesem Fachgebiet dafür reichlich Geschick und Wissen voraussetzt, zeigen morgen die Teilnehmer des Pflügerwettbewerbes in Gadebusch.

Es ist der 16. Ausscheid in Westmecklenburg, der in diesem Jahr mit einem Unterhaltungsprogramm in Gadebusch ausgetragen wird. „Eine Veranstaltung, bei dem sich der Berufsstand der Landwirte in einer Vielzahl zeigen möchte“, so Elke Lenschow, Mitarbeiterin des Kreisbauernverbandes.

„Ja, das ist die Königsdisziplin, denn Pflügen kann nicht jeder“, sagt Martin Poley von der Agrargenossenschaft Köchelstorf. Er ist Auszubildender im dritten Lehrjahr und belegte im vergangenen Jahr den 3. Platz in der Azubi-Wertung. Seine Teilnahme am kommenden Sonnabend gilt als gesetzt. An seiner Seite geht Landwirt Martin Werner ins Rennen. „Aufgeregt wie bei der ersten Teilnahme bin ich nicht, aber Konzentration ist wichtig“, sagt der junge Mann aus Benzin. Im vergangenen Jahr holte er den 2. Platz beim Pflügerwettbewerb. Gemeinsam mit Poley und Kollegen Dennis Tonn probt er mit den 320 und 400 PS starken John Deere inklusive 7-Schar-Pflug die Handhabung der modernen Technik. Ohne Mathematik geht nichts, verrät Tonn: „Du erhältst vor dem Wettkampf Maße wie Länge und Breite des Beetes, dann musst du in einer vorgegebenen Anzahl von Überfahrten die Fläche bearbeiten.“

 Grafik: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0
Grafik: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0
 

Für den Wettkampf haben sich 15 Pflüger angemeldet, die um den Titel bester Drehpflüger, bester Beetpflüger sowie bester Azubi kämpfen. Die Teilnehmer kommen aus den Landkreisen Ludwigslust/Parchim und Nordwestmecklenburg.

Heute wird auf der Fläche zwischen der B 208 und der Straße nach Krembz geübt. Tonn und seine Kollegen sehen das als einen wesentlichen Punkt an: „Vor dem Start muss jeder Kenntnis über die Bodenverhältnisse erhalten.“ Dennis Tonn wird in diesem Jahr nicht teilnehmen können: „Für mich geht es raus aufs Feld. Es ist die Zeit zum Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln“, sagt er. Seinen Kollegen wird er die Daumen drücken.

Ein Blick in die Geschichte darf am Sonnabend nicht fehlen: Dafür sorgen zahlreiche Akteure mit ihren Oldtimern. Sie werden hauptsächlich mit einem Zwei-Schar-Pflug die Furche ziehen. Auch ein Pferdegespann wird mit dabei sein, so der Kreisbauernverband. Neben dem Wettbewerb gibt es ein reges Treiben rund um die Landwirtschaft, mit vielen Informationsständen, Ausstellern mit Land- und Gartentechnik, Blumenhändlern, Vereinen und Verbänden. „Es besteht die Möglichkeit zur Bewertung von Bodenproben oder gar der Kauf von Gartenutensilien und Pflanzen bei heimischen Händlern“, so Elke Lenschow.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt und auch die Kinder können sich auf allerlei Beschäftigung freuen. Für musikalische Unterhaltung im Festzelt sorgt die Kreismusikschule „Carl Orff“.

 

 





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