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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. November 2017 | 16:15 Uhr

Gadebusch : Marodes Tragholz erhält Kronen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Sanierung der Burgseebrücke: Spezialfirma erneuert Tragkonstruktion und Brücke bis Ende September

von
erstellt am 25.Aug.2014 | 04:45 Uhr

Das Projekt Sanierung der Burgseebrücke wird schwieriger als erwartet. Problembehaftet ist die Erneuerung bzw. Sanierung der 18 Stelzen auf denen der Brückenkörper auf dem morastigen Boden ruht. Diese sind bis zu zwölf Meter tief in den Moorboden gerammt.

Im Auftrag der Stadt Gadebusch arbeitet die Renker Maschinendienstleistungs GmbH mit reichlich Spezialtechnik an der Brückenerneuerung. „Wir schneiden die Stämme aus Kiefernholz unterhalb der Wasseroberfläche ab, anschließend erhalten die Hölzer eine Art Krone, auf der das Brückenbauwerk aufgesetzt und später wieder ruht“, sagt Firmenchef Hajo Renker. Allerdings lässt sich das Verfahren nicht bei jedem der 18 Pfähle anwenden, denn nicht alle Stammhölzer sind noch fest im Boden verankert. „Das sind Probleme bei der vorhandenen Gründung, die wir in den kommenden Tagen besprechen wollen“, sagt Holger Saupe, Sachbearbeiter Hoch- und Tiefbau im Bauamt Gadebusch. Nach bisherigen Schätzungen belaufen sich die Sanierungsarbeiten auf 43 000 Euro.

Renker als auch Mitarbeiter Wilfried Hebel sind seit drei Wochen mit ihrem Ponton und Spezialkran vor Ort. Die baulichen Herausforderungen auf dem Gadebuscher Terrain bereiten dem Unternehmer aus Ribnitz-Damgarten keine Probleme. Er bleibt optimistisch. Man habe in der Vergangenheit zahlreiche Spezialaufträge erfolgreich umgesetzt. Dazu zählen bei Renker die Marina im Ostseebad Rerik und ein behindertengerechter Steg an der Rehaklinik von Ahrenshoop.

Über neue Brücken können Besucher des Stadtwaldes bereits am östlichen Ufer des Burgsees gehen. Die Zuwegung zum Jahrhundertstein ist fertiggestellt. „Im Auftrag der Stadt hat das Metallbauunternehmen Heyden zwei Metallkonstruktionen gefertigt. Daraufhin war es möglich, die maroden Holzkonstruktionen abzureißen, die neuen Bauwerke aufzustellen“, sagt Bauhofchef Uwe Tews. Die Benutzung der Wanderwege im städtischen Forst ist ohne Brücken nicht möglich. „Der Stadtwald weist eine Reihe von Quellen auf, deren Wasser über ein Grabensystem in den Burgsee fließt“, so Tews. Unter den bekanntesten Quellen befinden sich der Herren- und der Damenbrunnen.

Walter Wieckström, Gerold und Torsten Verstein vom Bauhof Gadebusch koordinierten den Aufbau und setzen das Trägersystem der kleinen Brücken. „Wir wollen mit eigenen Mitarbeitern die Instandhaltung und Sanierung durchführen “, sagt Uwe Tews. Darin eingeschlossen ist die Beplankung der kleineren Bauwerke als auch der 39 Meter langen Burgseebrücke. „Die von uns verwendeten Hölzer stammen aus dem Stadtwald, wurden eigens zugeschnitten. Dabei handelt es sich um Eichenholz“, so Tews weiter. Dank der neuen Metallkonstruktionen sind in Zukunft nur alle fünf Jahre die Holzbelege zu erneuern.

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