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Geld für Gotteshaus in Dambeck : Marode Pfarrscheune wird saniert

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Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Vom Verfall bedrohtes Gebäude in Dambeck soll mit Fördergeld zu einem Gemeindezentrum mit bürgernaher Nutzung ausgebaut werden

svz.de von
erstellt am 14.Apr.2017 | 06:00 Uhr

Was für ein Tag für die evangelische Kirchgemeinde Dambeck-Beidendorf! Für die Sanierung der 1785 errichteten Pfarrscheune in Dambeck nahm Pastorin Daniela Raatz einen Fördermittelbescheid der Lokalen Aktionsgruppe „Westmecklenburgische Ostseeküste“ (LAG WMO) in Höhe von 194  400 Euro entgegen. Das Geld soll den Grundstock zur Umgestaltung der verfallsbedrohten und denkmalgeschützten Scheune zu einem Zentrum für die gesamte Gemeinde Bobitz bilden.

Das reetgedeckte Dach weist zahlreiche Löcher auf und wurde bereits vor zwei Jahren mit einer Plane notdürftig gesichert, so dass kein Regen eindringen kann. Und das Holzgebälk im ebenerdigen Gemeinderaum ist so stark durch das in DDR-Zeiten aufgetragene Holzschutzmittel Hylotox vergiftet, dass dieser bereits seit langer Zeit für Veranstaltungen nicht mehr genutzt werden kann. Statt dessen weicht die Kirchgemeinde auf einen kleinen Raum im Obergeschoss des Pfarrhauses aus. „Doch der ist nur über eine schmale und steile Treppe zu erreichen. Das können wir vor allem den älteren Besuchern nicht mehr zumuten“, sagt die Pastorin. Guter Rat war mindestens genauso teuer wie eine Sanierung. „Schon das Neudecken des Reetdaches hätte die finanziellen Möglichkeiten der Kirchgemeinde weit überschritten“, sagt dessen Mitglied Albrecht Platzhoff.

Doch irgendwie gelangte die rührige Gemeinde an Erich Reppenhagen. Der EU-Beauftragte des Landkreises Nordwestmecklenburg vertritt diesen in der Lokalen Aktionsgruppe „Westmecklenburgische Ostseeküste“ und befand die Sanierung der Dambecker Pfarrscheune als ein durchaus förderungswürdiges Projekt zur Erhaltung und Verbesserung von Lebensqualität für die dörfliche Gemeinschaft. Konzept erstellt, Antrag geschrieben, zwei Jahre gewartet – nun ist es endlich soweit. Der Förderbescheid ist da, die Aufträge zur Sanierung vergeben, Ende des Jahres soll der erste, 216  000 Euro schwere Bauabschnitt des 400  000 Euro-Projektes bereits fertiggestellt sein. Dieser beinhaltet die Schadstoffsanierung im Gemeinderaum, Rohbau- und Zimmererarbeiten sowie die Neudeckung des Reetdaches. Danach müssen für den Ausbau des Gemeinderaumes, die Sanitäranlagen und die Außenanlagen neue Förderanträge geschrieben werden. Aber damit kennen sie sich in der kleinen evangelischen Kirchgemeinde ja nun bestens aus.

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