Gadebusch : Markt mit neuen Angeboten

Die Hausschlachterei Tauscher aus Boddin war gestern erstmals wieder auf dem Gadebuscher Wochenmarkt vertreten. Der Kundenandrang war so groß, dass Verkäuferin Christiane Trinkies Nachschub ordern musste.  Fotos: Michael Schmidt
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Die Hausschlachterei Tauscher aus Boddin war gestern erstmals wieder auf dem Gadebuscher Wochenmarkt vertreten. Der Kundenandrang war so groß, dass Verkäuferin Christiane Trinkies Nachschub ordern musste. Fotos: Michael Schmidt

Hausschlachterei Tauscher erstmals wieder in Gadebusch. Einwohner wünschen sich weitere Stände und Produkte aus der Region

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25. Juli 2014, 00:00 Uhr

Gut Kirschen essen können Gadebuscher auf ihrem Wochenmarkt schon länger. Denn Viola Lingk vom Obst und Gemüse Handel Westphal bietet seit Wochen regelmäßig frische Süßkirschen an. Nun gibt es auf dem Markt aber auch weitere Spezialitäten wie Hirsch- oder Rindersalami. Denn ein neuer Händler öffnet von nun an regelmäßig seinen Verkaufswagen: die Hausschlachterei Tauscher aus Boddin. Ihr drohte gleich zum Auftakt ein Teil der Ware auszugehen. Zu groß war die Nachfrage der Kunden.

Es ist kurz nach 10 Uhr, als Verkäuferin Christiane Trinkies zum Mobiltelefon greifen und Nachschub ordern muss: „Speck ist auch schon alle. Wenn ihr noch Kochschinken und Mettwurst habt, könnt ihr das alles noch mitbringen.“

Für einen Scherz mag dies zunächst Rudolf Tauscher in der Boddiner Schlachterei gehalten haben. Denn, dass seine Ware und die Verkaufstüten ausgehen könnten, vermutete er nicht. „Wir hatten unseren Wagen zuvor extra voll bestückt und jetzt bin ich schlichtweg erschrocken“, sagt Tauscher.

„Schön, dass es funktioniert und ein Händler mehr vor Ort ist“, meint Viola Lingk vom Obst und Gemüse Handel Westphal. Neid kommt bei ihr nicht auf. Sie hatte in den Wochen zuvor extra ein Schild an ihrem acht Meter langen Verkaufsstand befestigt und auf den neuen Händler auf dem Gadebuscher Wochenmarkt hingewiesen. Wünschenswert seien noch ein paar Händler mehr.

Das sieht auch Kreisbauernpräsident Jörg Haase so, der Gemüse und Wurst auf dem Markt einkauft. „Es werden in der Region sehr schöne Produkte hergestellt, wenn ich beispielsweis an Rögnitz oder Salitz denke. Regionalität könnte diesen Wochenmarkt noch attraktiver machen“, meint Haase. Der Gadebuscher Horst Mohnke vermisst hingegen einen Imbissstand auf dem Markt. Das sehen auch zwei Gadebuscherinnen so, die sich weitere Marktstände wünschen.

Ganz andere Sorgen hat inzwischen Christiane Trinkies. In ihrem Schlachter-Verkaufsstand sind nun auch die Verkaufstüten ausgegangen. „Schlimm. 100 Beutel hatte ich hier hängen. Damit hatte ich nicht gerechnet“, sagt Trinkies.

Etwas amüsiert schaut Fischhändlerin Angela Faasch von ihrem Stand aus herüber. „Tja, alles was frisch ist, wird eben gerne von den Kunden gekauft“, sagt Faasch.


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