Amtseinführung in Wismar : Marcus Antonioli ist neuer Propst

Bischof Dr. Andreas v. Maltzahn (l.) führte Marcus Antonioli (2.v.l.) in sein Amt ein.
Bischof Dr. Andreas v. Maltzahn (l.) führte Marcus Antonioli (2.v.l.) in sein Amt ein.

Er tritt die Nachfolge von Dr. Karl-Matthias Siegert an

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06. November 2017, 05:00 Uhr

Der aus Hagenow stammende Pastor Marcus Antonioli ist am Sonnabend in Wismar in sein Amt als mecklenburgischer Propst eingeführt worden. Dabei plädierte der 46-Jährige für eine Kirche, die Zeugnis vom christlichen Glauben ablegt, Räume offen hält, die die Begegnung mit anderen ermöglicht, Menschen begleitet, sich einmischt und zum Gesprächspartner wird. „Ein gemeinsamer Weg – das ist das die große Herausforderung unserer Zeit“, sagte der Propst vor zahlreichen Gästen in der Hansestadt. Dazu zählten unter anderem Justizministerin Katy Hoffmeister, Nordwestmecklenburgs stellvertretender Landrat Matthias Diederich und Wismars Bürgermeister Thomas Beyer.

Bischof Dr. Andreas von Maltzahn hatte Marcus Antonioli in sein neues Amt eingeführt und ebenfalls die derzeit vielfältigen Herausforderungen benannt: „Unsere Gesellschaft ist im Umbruch. Polarisierungen nehmen zu. Hier und weltweit verlangen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung unseren Einsatz.“ Und an Propst Antonioli gewandt, sagte von Maltzahn: „Sie bringen vieles mit, das Ihnen in Ihrem neuen Dienst helfen wird.“ Er nannte unter anderem die mecklenburgische Herkunft und zugleich die Verortung in Strukturen, Personen und Gremien der Nordkirche. Mit Leidenschaft sei der neue Wismarer Propst Gemeindepastor gewesen – auf dem Lande ebenso wie in unterschiedlichen städtischen Kontexten.

Die mecklenburgische Kirchenkreissynode hatte Marcus Antonioli im April 2017 für zehn Jahre zum Nachfolger von Propst Dr. Karl-Matthias Siegert gewählt, der in diesem Herbst in den Ruhestand getreten ist. Nach dem Studium der Theologie in Leipzig und im südindischen Bangalore sowie dem Vikariat in Bad Doberan, war Antonioli zunächst als Gemeindepastor in Altkalen tätig. Anschließend übernahm er die Pfarrstelle in Rostock-Groß Klein. Seinen bisherigen Gemeindepfarrdienst in der Rostocker Kirchengemeinde Heiligen-Geist trat er im Jahr 2011 an. Er ist mit einer Religionslehrerin verheiratet, das Paar hat zwei Kinder.

Die Propstei Wismar, der Seelsorgebereich des neuen Propstes, gliedert sich in die sechs Kirchenregionen Gadebusch, Grevesmühlen, Schwerin-Land, Schwerin-Stadt, Sternberg und Wismar mit 69 Kirchengemeinden und rund 46 000 Gemeindegliedern.

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