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Nordwestmecklenburg : Malbücher für mehr Sicherheit

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Deutsche Polizeigewerkschaft stattet Kitas in Nordwestmecklenburg mit Unterrichtsmaterial zum Thema Straßenverkehr aus.

svz.de von
erstellt am 09.Dez.2015 | 08:00 Uhr

Investition in mehr Sicherheit: Die Deutsche Polizeigewerkschaft hat in Zusammenarbeit mit dem Verlag Polpublik ein Malbuch mit dem Titel „Kinder im Straßenverkehr“ herausgegeben. Es ist für Mädchen und Jungen im Kindergartenalter im Landkreis Nordwestmecklenburg aufgelegt worden und soll die Knirpse auf spielerische Art an das Thema Sicherheit im Straßenverkehr heranführen.

„Es sind gerade die Kinder, die noch kein verkehrsgerechtes Verhalten an den Tag legen. Wir wollen das Spielerische mit dem Praktischen verbinden, damit die Sicherheit für die Kleinen erhöht wird“, sagt Bernd Kolz von der Polizeigewerkschaft. Nach seinen Angaben werden die Malbücher nun den Präventionsberatern der Polizeiinspektion Wismar für die Wissensvermittlung zur Verfügung gestellt. Diese können die Bücher dann als Schulungsmaterial mit in die Kindertagesstätten nehmen und nutzen. Kolz hofft, dass auch Eltern unterstützend tätig sind und den Kindern auf dem Weg zur Kita zeigen, wie man sich richtig verhält und man beispielsweise nicht einfach auf die Straße läuft. „Wir hoffen, dass wir Verkehrsunfälle mit Kindern vermeiden können und dieses Malbuch ein Beitrag dafür ist. Wir wollen aber auch eine Grundlage dafür legen, dass die Kinder später einmal vernünftige Verkehrsteilnehmer werden. Vielleicht erinnern sie sich dann daran, dass sie schon im Kindergarten etwas über die Sicherheit im Straßenverkehr gelernt haben“, sagt Bernd Kolz.

Den Herausgeber des Malbuchs, die Verlagsgesellschaft Polpublik mbH, gibt es seit 1979. Das Familienunternehmen in dritter Generation hat es sich zur Aufgabe gemacht, Malbücher zu erstellen, mit deren Hilfe Verkehrspolizisten an Grundschulen und auch in Kindergärten Verkehrserziehung betreiben zu können. „Dieses Malbuch ist wirklich für die jüngsten im Straßenverkehr konzipiert worden, das auch die Erzieherinnen und Erzieher nutzen können“, sagt Julia Wagner von Polpublik.

Nach Angaben der Deutschen Verkehrswacht zählen Kinder zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern. Denn erst ab einem Alter von etwa acht Jahren können Kinder Gefährdungen im Entstehen erkennen und entsprechend reagieren. Entfernungen und Geschwindigkeiten können nur die wenigsten von ihnen einschätzen.

Nachdem die Unfallzahlen in den vorangegangenen Jahren rückläufig waren, stiegen sie im Jahr 2014 wieder an. Demnach verunglückten bundesweit 5709 Kinder unter sechs Jahren im Straßenverkehr, rund 200 mehr als im Jahr 2013, so die Verkehrswacht.

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