Spendenaktion : Mädchentreff hilft den Schümanns

Auch sie wollen helfen: Johanna Albrecht, Susa Schubert, Julia Steinhäuser, Katharina Westphal, Kira F. Nehring und Michael Anders (v.l.n.r.).
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Auch sie wollen helfen: Johanna Albrecht, Susa Schubert, Julia Steinhäuser, Katharina Westphal, Kira F. Nehring und Michael Anders (v.l.n.r.).

Die in Not geratene Klocksdorfer Familie bekommt auch Unterstützung aus Gadebusch

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22. November 2014, 00:36 Uhr

Für die nach einem Todesfall in Not geratene Familie Schümann aus Klocksdorf gibt es weitere Unterstützung. So wird es für die Schümanns nicht nur ein Benefizkonzert in der Carlower Kirche geben, sondern auch Hilfe vom Gadebuscher Mädchentreff. So kommt u. a. der Erlös einer Fotoaktion der Familie zugute, aus deren Mitte am 15. Oktober André Schümann (35), ehemals Stepanovsky, gerissen wurde. Der Baumpfleger, der einst in Gadebusch zur Schule ging, war nach einer Embolie gestorben. Er hinterlässt Ehefrau Daniela sowie die vier Kinder Julian (12), Janina (13), Jeremy (16) und Justin (19). Zwei von ihnen machen mit bei einem Tanzkurs im Mädchentreff.

„Wir haben mit großer Bestürzung von dem Todesfall erfahren. Es ist hart für die Familie“, sagt Treff-Leiterin Jutta Ahrendt. Nach ihren Angaben können bei der Fotoaktion Bilder vom Bunten Abend erworben werden. Der Verkaufserlös ist für die Klocksdorfer Familie. „Außerdem sind unsere Tanzgruppen bereit, bei Weihnachtsfeiern aufzutreten und den Auftrittserlös ebenfalls zu spenden“, so Ahrendt. Darüber hinaus wird der Mädchentreff am Sonnabend, 29. November, bei einem Basteltag während des Gadebuscher Weihnachtsmarktes in der Museumsanlage ein Sparschwein für die Familie Schümann aufstellen. „Auch ein Teil des Basarerlöses werden wir spenden“, so die Treff-Leiterin.

Hilfe bekommt die Klocksdorfer Familie auch von der Evangelischen Kirchgemeinde und dem Kulturkreis Carlow. Sie sind Inititiator und Veranstalter eines Benefizkonzertes, das am 1. Advent in der Carlower Kirche stattfinden wird. Von 17 Uhr an werden dort Günter Weinberg und Freunde, Hildes Dorforchester und der Carlower Chor auftreten.

Unterstützung kann die Familie mehr als gebrauchen. Drei der vier Kinder gehen noch zur Schule. „Da ich keinen Führerschein habe, fahren uns Freunde überall hin. Viele Leute kommen aber auch nur zum Reden vorbei“, sagt Daniela Schümann. Im Moment merke sie, wer richtige Freunde seien.

Über das geplante Benefizkonzert sagt die 36-jährige Frau: „So etwas zeigt, dass man nicht alleine dasteht.“ Sie will in naher Zukunft selbst einen Führerschein machen und denkt über einen Umzug nach Rehna nach. Die junge Frau hofft, in der Stadt Arbeit zu finden.


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