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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. November 2017 | 12:17 Uhr

Ganzow : Macht und Pracht im Fokus

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Denkmaltag lockt in Nordwestmecklenburg tausende Besucher an

von
erstellt am 11.Sep.2017 | 04:45 Uhr

Der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Macht und Pracht“ hat gestern tausende Besucher in Gutshäuser, Kirchen und weitere historische Gebäude gelockt. Als einer der Publikumsmagnete erwies sich das Gutshaus Ganzow, das hunderte Besucher aus Nah und Fern erkunden wollten. 1756 erbaut gehört es zu einen der wenigen erhalten gebliebenen Gutshäusern des Spätbarock. Es ist zudem die größte Dreiflügelanlage in Fachwerkbauweise aus der Mitte des 18. Jahrhunderts im ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommerns.

Fast auf den Tag genau vor zehn Jahren war Jan Träbing auf dieses Haus gestoßen. Seit dem wird das Denkmal Stück für Stück saniert. „Bis jetzt wurden allein für neue Wände und Decken 20 Tonnen Lehm und weitere 20 Tonnen Sand verarbeitet“, sagt Jan Träbing. Nur noch auf Fotos ist zu sehen, dass einst sämtliche Fenster und Türen zerschlagen waren und das Dach Löcher aufwies. Als erschütternd bezeichnete eine Besucherin den damaligen Zustand. Jetzt freue sie sich umso mehr über die Sanierungserfolge.

Nicht nur das Gutshaus Ganzow lockte Gäste aus MV und Schleswig-Holstein an, sondern auch die Gadebuscher Stadtkirche. Sie wurde 2005 als Denkmal von nationaler Bedeutung eingestuft und ist darüber hinaus die älteste romanische Hallenkirche im südlichen Ostsee-Raum. In ihr befindet sich unter anderem die Grablege der schwedischen Königin Agnes, so Gerhard Schotte vom Förderverein der Stadtkirche.

Wer gestern mehr über die größte Feldschlacht auf mecklenburgischen Boden erfahren wollte, der war in Wakenstädt richtig. Dort informierten der Kulturausschussvorsitzende Klaus Leuchtemann und Mitarbeiter der Museumsanlage über die Ereignisse von 1712 und boten Führungen an.

Auch Mitglieder der Interessengemeinschaft „Gemeinsam gegen den Wind“ waren in Wakenstädt vor Ort und machten deutlich, dass es diesen geschichtsträchtigen Bereich zu erhalten gelte. „Für mich ist das hier eine der wenigen Stätte, die von Touristen besucht werden. Dieses Areal sollte man schlichtweg schützen“, sagte Wolfgang Schröder von der Interessengemeinschaft „Gemeinsam gegen den Wind.“  

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