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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

14. Dezember 2017 | 05:32 Uhr

Rehna : Luft, Liebe, Wald und Pilze

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Erntedankfest und 15. Tage der Pilze mit Kulturprogramm und Pilzschau rund um das Kloster Rehna

von
erstellt am 30.Sep.2014 | 23:49 Uhr

Ob grün oder blau – in Rehna wird für die Sicherheit beim diesjährigen Erntedankfest gesorgt. Daran hat die Kirchgemeinde um Pastor Andreas Ortlieb gesorgt. Christa Penk und Wilfried Kraus werden als Ordnungshüter Heinz und Paul in ihrem Sketch „Von Luft und Liebe“ für beste Unterhaltung beim Fest am Wochenende sorgen. „Erntedank, das heißt danken für die Ernte und feiern in der Gemeinschaft“, sagt Pastor Andreas Ortlieb. Folglich setze sich die Kirchgemeinde jedes Jahr ein Thema. Unter der großen Überschrift Erntedank geht es am Sonnabend um „viel frische Luft“, betont Diakon Matthias Krause.

Woher die Uniformen für die Aufführung stammen und was inhaltlich erwartet werden darf, blieb gestern ein Geheimnis. „Da sage ich nichts“, meint Wilfried Krause und lacht. Alter Seilschaften habe man sich bedient, gibt Christa Penk zu verstehen. Das müsse reichen.

Zwischen Familiengottesdienst um 10.30 Uhr in der Kirche und dem Glockengeläut um 16 Uhr zum Ausklang des Erntedankfestes gibt es reichlich Programm. Dazu zählt der Umzug mit Erntewagen ab 11.30 Uhr durch die Klosterstadt. Treffpunkt ist am Parkplatz Langes Haus. Kaffee und Kuchen und Gegrilltes gibt es ab 12 Uhr, bevor um 12.30 Uhr der bunte Nachmittag mit den beiden Ordnungshütern startet. Mit dabei sein werden der Plattdeutsche Verein Rehna, eine Zaubershow, Manfred Mittmann und Matthias Krause mit Songs der Beatles, Kutschfahrten, Bogenschießen und die Ausstellung vom Pilzverein „Heinrich Sternberg“ Rehna.

Die Pilz- und Naturfreude um Vereinschef Torsten Richter bauen am Freitag die Ausstellung mit zahlreichen Arten aus der Welt der Pilze auf. Die Testwanderung vor wenigen Tagen war noch nicht vielversprechend: „Die 15. Tage der Pilze stehen unmittelbar vor der Tür, aber das aktuelle Pilzaufkommen ist eher bescheiden. Der herkömmliche Röhrlingssammler geht eher leer nach Hause, aber die an der Formen- und Artenvielfalt im ,Reich der Pilze‘ Interessierten hatten sich gut aufgehoben gefühlt.“ Zwei Dipl. Biologinnen aus Hamburg und zwei Pilzfreunde aus Mainz waren an der Seite der Rehnaer mit unterwegs. „Endlich mal Zeit zum Kennenlernen der Arten und nicht nur abschneiden und ab in die Pfanne“, so die einhellige Meinung von Dipl. Biologin Lore Otto und weiteren Pilzfreunden.

Die Kombination von nur tropfenweise ankommenden Regen und sonnig-warmem Wetter hat seine Folgen im Wald spürbar hinterlassen. Das unterirdische Mycel (der eigentliche Pilz) braucht halt länger anhaltenden Regen um die beliebten Fruchtkörper zu bilden.

Wenig Pilze, aber viele recht interessante und seltene Arten sind aktuell zu entdecken. Dazu gehört der auf Kartoffelbovisten wachsende Schmarotzer-Röhrling (Xerocomus parasiticus), sowie der Schwarzblauende Röhrling (Boletus pulverulentus), der mehrfach gefunden wurde. Ein absoluter Neufund für den Woitendorfer Wald gelang dem Vereinschef mit Octospora phagospora. Diese Art hat bislang noch keinen deutschen Namen. „Damit konnten im Woitendorfer Wald bereits weit mehr als 1200 Arten festgestellt werden“, so Richter.

Trotz des geringen Pilzaufkommens sind die Rehnaer Vereinsmitglieder optimistisch, und mit Unterstützung der Schüler der Regionalschule Rehna und einigen Förderern durchstreifen sie gemeinsam Wiesen und den Wälder, um eine möglichst artenreiche Ausstellung präsentieren zu können.



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