Elektromobilität : Lützow-Lübstorf tankt elektrisch

Unter Strom: Mitarbeiter vom Audi Zentrum Lübeck übergaben den A3 e-tron an die Amtsleiterinnen Iris Brincker (Lützow-Lübstorf, l.) und Jutta Piontek (Zarrentin, 3.v.l.).
Unter Strom: Mitarbeiter vom Audi Zentrum Lübeck übergaben den A3 e-tron an die Amtsleiterinnen Iris Brincker (Lützow-Lübstorf, l.) und Jutta Piontek (Zarrentin, 3.v.l.).

Eine Woche lang darf die Verwaltung des Amtes Elektromobilität mit einem schicken Elektroauto praktisch erfahren

svz.de von
04. September 2015, 23:53 Uhr

Das Amt Lützow-Lübstorf steht unter Strom. Zumindest eine Woche lang. Denn am kommenden Freitag steht der Verwaltung für sieben Tage ein nagelneuer Audi A3 e-tron mit Elektroantrieb zu Testzwecken zur Verfügung. Und weil das Amt im kommenden Jahr in seinem Einzugsbereich nur allzu gern zahlreiche gut erreichbare Ladestationen für Elektroautos installieren möchte, darf es nun schon mal testen, wie Elektromobilität im Alltag praktisch funktioniert.

„Mit dieser Aktion soll in das Projekt Elektromobilität etwas Fahrt reinkommen. Denn bereits im nächsten Jahr wollen wir in den Amtsbereichen Gadebusch, Rehna, Lützow, Zarrentin, Wittenburg und dem Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee-Elbe 22 Ladepunkte für Elektroautos installieren“, sagt die Leitende Verwaltungsbeamtin Iris Brincker vom Amt Lützow-Lübstorf. Damit wollen die beteiligten Ämter einen Lückenschluss in Sachen Elektromobilität zwischen der Metropolregion Hamburg und dem Großraum Wismar erreichen und im gesamten Bundesland eine Vorreiterrolle einnehmen. „Wir werden alles versuchen, was dazu beiträgt, dass wir nicht nur Hinterland bleiben“, nennt das Iris Brinckers Amtskollegin aus Zarrentin, Jutta Piontek. Und sogar noch einen Schritt weiter geht Klaus Jarmatz. „Wir wollen den Fuhrpark unserer Verwaltung schon mittelfristig auf Elektromobilität umstellen“, so der Leiter des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe.

Doch vor der Kür kommt die Pflicht. Und die heißt Schaffung einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur, die das elektromobile Fahren in den genannten Amtsbereichen ermöglicht und so einerseits die touristische Infrastruktur stärkt und andererseits den Umstieg auf E-Fahrzeuge fördert. Denn derzeit finden sich zwischen Schaalsee und Schweriner See gerade einmal drei Elek-trotankstellen.

Vorreiter ist hier die Metropolregion Hamburg. Hier wurde im Frühjahr das Projekt „HansE“ gestartet, in dessen Rahmen in den nächsten drei Jahren bis zu 50 Ladestationen für Elektroautos in den Kreisen, Städten und Gemeinden der Metropolregion Hamburg errichtet werden sollen. Das Vorhaben mit einem Volumen von rund 3,4 Millionen Euro wird vom Bund mit 1,6 Millionen Euro gefördert.

Davon können die Ämter im Nordwestkreis derzeit nur träumen. Förderanträge zur Schaffung einer Ladeinfrastruktur sollen bis Ende Oktober beim Land eingereicht werden. Ende des Jahres soll eine Entscheidung vorliegen.

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