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Grundsteinlegung : Lückenschluss in Rehnas Altstadt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Möglichkeit für Neubauten in der Innenstadt sind rar. Nur noch wenige freie Flächen vorhanden

svz.de von
erstellt am 10.Apr.2014 | 00:00 Uhr

„Heute ist der Tag der Grundsteinlegung.“ Ulrike Schirm hält eine große Blechdose in der Hand: „In dieser Dose sind Dinge, die für mich wichtig sind– Familienfotos, eine Visitenkarte meiner Firma und eine Zeitung des heutigen Tages. Diese Sachen sollen in den Neubau eingemauert werden“, sagt die Inhaberin des Vermessungsbüro Apolony aus Rehna.

Ulrike Schirm hat es gewagt – den Lückenschluss mit der Altstadt in Rehna. Ihr neues Bürogebäude entsteht derzeit in der Bülower Straße und schließt damit eine Freifläche, die mehr als 30 Jahre Bestand hatte. „Bis 1980 standen hier zwei Häuser, die sind Anfang der 1980er- Jahre abgerissen worden“, erzählt die Bauherrin.

Rehnas Bürgermeister, Hans-Jochen Oldenburg, begrüßt den Schritt der Unternehmerin: „Die Stadt ist froh, dass Frau Schirm den Mut gefasst hat, hier zu bauen. Die Lückenbebauung ist wichtig für Rehna und es ist ebenso wichtig, dass das Gewerbe und damit Arbeitsplätze in der Stadt bleiben.“

Ulrike Schirm hat mit dem Bau eine der nur noch wenigen Chancen ergriffen, direkt in der Altstadt ein neues Gebäude entstehen zu lassen. Zwar gebe es noch einige Baulücken in Rehna, teilte das Amt auf SVZ-Anfrage mit, doch aus städtebaulicher Sicht sei die Stadt bei der Bebauung fast ausgeschöpft. Lediglich hinter dem Bürgermeistergraben in der Gletzower Straße gebe es noch ein paar Baulücken zu schließen. Dabei liege der Lückenschluss durchaus im Interesse der Stadt, so ein Sprecher des Amtes. Förderungen könnten Bauherren allerdings keine mehr erwarten: Die Städtebauförderung sei bereits ausgelaufen.

Auch ohne Förderungen hat sich die Ulrike Schirm ganz bewusst für den Neubau im Stadtgebiet entschieden: „Wir haben uns vergrößert und brauchen nun mehr Platz. Außerdem sind wir hier immer noch zentrumsnah“, sagt die Firmenchefin. „Und wir können das neue Gebäude gestalten, wie wir es idealerweise brauchen.“ Zweigeschossig soll das Haus werden. Das Bürogebäude und die Dreifachgarage sollen bis zum Ende des Jahres fertig gestellt sein. Der große Garten mit den alten Obstbäumen, der sich anschließt, soll ebenfalls neu gestaltet werden. „Aber das ist noch Zukunftsmusik“, sagt Schirm und lacht.

Zunächst müssten die Gebäude stehen. „Wir mussten bisher zig Tonnen Sand reinbringen, um die Höhenunterschiede auf dem Gelände auszugleichen“, verrät die Bauherrin. Nebenbei mussten etliche große Findlinge ausgebuddelt werden, um das Fundament legen zu können. Die großen Felsbrocken sollen später in die Gestaltung des Gartens einfließen, wünscht sich die Unternehmerin. Ende Mai soll der Dachstuhl fertig gestellt sein, sagt Mario Nikolaus von der Gadebuscher Baufirma Nikolaus & Nikolaus. Und zum Ende des Jahres möchte Ulrike Schirm mit ihren 15 Mitarbeitern bereits die ersten Kunden im neuen, barrierefreien Gebäude begrüßen können.

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