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Mühlen Eichsen : Lottihof hilft Igeln zu überleben

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Kinder und Erwachsene bauen Überwinterungskisten, um kranke und verletzte Tiere aufnehmen zu können

svz.de von
erstellt am 02.Nov.2017 | 05:00 Uhr

Die Jammersdorferin Jutta Schlawien gibt derzeit mehr als 20 Igeln ein Zuhause. Im ganzen Jahr kamen mehr als 50 Babys, Halberwachsene und ausgewachsene Igel zu ihr in die Nähe von Bobitz. Seit einigen Jahren hat sie sich den stacheligen Tieren angenommen und eine Igelstation gegründet. Jetzt bekommt die Tierliebhaberin Hilfe vom Seefelder Lottihof. Hier wurden zusammen mit Kindern Überwinterungskisten gebaut.

„Einige haben wir schon vorbereitet, eine schrauben wir zusammen mit den Kindern in die entsprechende Form“, erklärt Christine Geburtig, Vorstandsmitglied des in der Nähe von Mühlen Eichsen gelegenen Lottihofes. In Jammersdorf können derzeit keine Igel mehr aufgenommen werden. Die Kapazitäten sind erschöpft. „Ich nahm deshalb Verbindung zum Lottihof auf und hier half man mir sehr schnell“, so Jutta Schlawien. Sie habe in den vergangenen Monaten oft Igelweibchen erhalten. Die seien beim Rasenmähen verletzt oder von Autos erfasst worden. „Tiere mit einem halben Gesicht sind keine Seltenheit. Sie können zwar gut mit einem Auge leben, da sie die Augen ohnehin nicht so stark brauchen, aber die Nase ist wichtig und muss vollständig erhalten sein“, erklärt die „Igelmutti“.

Ihrer Meinung nach, nehmen die Todesfälle immer mehr zu. Sie machte die geringeren Nahrungsquellen und die Unaufmerksamkeit der Menschen dafür verantwortlich.

Um ihre Erfahrungen präventiv zu vermitteln, bastelten die Kinder jetzt zunächst eine Überwinterungskiste und wurden anschließend in einem kleinen Vortrag über das richtige Verhalten gegenüber den Stacheltieren aufgeklärt. „Wir kommen jeden Sonnabend und auch in den Ferien her. Ich finde es toll hier und habe gerne mit angepackt“, sagt die Schwerinerin Runa Binder. Sie bemalte die bereits fertiggestellten Kisten, damit sie nicht nur für die Tiere selbst ein Zuhause bilden, sondern auch für die Lottihof-Besucher attraktiv anzuschauen sind. Denn auch hier leben derzeit vier Igel, wovon einer schon wieder gesund ausgewildert werden konnte. „Hoffentlich halten sich die Verletzungen in diesem Herbst in Grenzen“, sagt Christine Geburtig.

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