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Erfindung aus Gadebusch : Lokal will Suppe zum Schneiden

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Station Burgsee will Test-Restaurant für Puttkammer-Kreation werden. „Schwedenkönig“ will sich keine Scheibe davon abschneiden

von
erstellt am 11.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Die geplante Suppen-Revolution à la Gadebusch ist in aller Munde. Und so hat die Suppe zum Schneiden aus dem Hause Puttkammer (SVZ berichtete) auch das Interesse von Köchen und Restaurantbetreibern geweckt. Denn das neue Produkt soll schnittfest und beliebig portionierbar sein. Außerdem werde die Suppe frisch und gesund sein und nicht aus dem Chemiebaukasten stammen, so Produktentwickler Marcel Puttkammer.

Mit Interesse hat Martin Burtzlaff vom Restaurant Station Burgsee den Beitrag über die „Suppen-Revolution aus Gadebusch“ gelesen. „Das Produkt macht neugierig und vielleicht stellen wir uns als Test-Restaurant zur Verfügung“, sagt der Restaurantbetreiber. Gleichzeitig lobt er das Wirtschaftsministerium für die finanzielle Förderung dieser Neuentwicklung. „Es ist für die Region gut, wenn Unternehmen von der Politik unterstützt werden“, sagt Burtzlaff. Vom Wirtschaftsministerium erhofft er sich aber auch das Gleiche für die Gastronomie und Hotelerie in diesem Bundesland. Denn es gäbe einen sehr großen Fachkräftemangel, unter dem die Branche leide. „Wünschenswert wäre daher, wenn das Ministerium auch Geld für eine Imagekampagne für die Gastronomie und Hotelerie in MV in die Hand nimmt. Wenn Minister Glawe Ideen benötigt, kann er mich gerne anrufen“, so der Gastronom.

Mit der Neuentwicklung schnittfester Suppen will die Gadebuscher Puttkammer Fleischwaren-Spezialitäten GmbH den Markt der Fertigsuppen revolutionieren. Dabei sollen künftig Instant-Produkte nicht länger als Pulver aus einer Tüte kommen, sondern vorab frisch zubereitet und anschließend mit Gelantine in einen Kunststoffdarm gefüllt und pasteurisiert werden. Im abgekühlten Zustand sind sie dann schnittfest und beliebig portionierbar. Die Produktion könnte im Frühjahr 2018 anlaufen.

Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben in Verbindung mit den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 65 000 Euro. Insgesamt belaufen sich die Investitionen auf mehr als 186 000 Euro.

Nach Meinung des Gadebuscher Restaurantbetreibers Thomas Dilewsky („Schwedenkönig“ und „Das Thomas“) könnte die schnittfeste Suppe für die Betreiber von Autobahn-Raststätten, Unternehmenskantinen aber auch Schulküchen interessant sein. Er selbst würde sich als Gastronom aber keine Scheibe von der schnittfesten Suppe abschneiden. „Wir setzen auf eigene, frische Suppen. Und die, die noch richtig kochen können, werden ihr Handwerk wohl auch weiterhin so ausüben“, meint Dilewsky.

Für kuriose Neuentwicklungen ist die Gadebuscher Puttkammer Fleischwaren-Spezialitäten GmbH durchaus bekannt. So sorgte das Unternehmen in diesem Jahr mit einer rosafarbenen „Einhorn-Bratwurst“ für Furore. „Innerhalb von drei bis vier Monaten verkauften wir etwa sechs Millionen dieses Würste. Die ,Einhorn-Bratwurst‘ war der Renner schlechthin. Wir haben sie bis in die letzte Ecke von Deutschland verkauft“, sagt Marcel Puttkammer. Dabei habe er zu Beginn der Produktentwicklung zunächst in viele ratlose Gesichter blicken müssen. „Die meisten haben wohl gedacht, dass ich neuerdings Wodka zum Frühstück trinke, als ich die Idee damals vorstellte“, sagt er rückblickend und schmunzelt. Letztlich gab ihm der Verkaufserfolg Recht. „Uns lagen selbst aus Brasilien, den USA, Neusseland, Japan und China Anfragen zur ,Einhorn-Bratwurst‘ vor. Wir haben uns aber bewusst auf den deutschen Markt beschränkt, um die Nachfrage bedienen zu können“, so Puttkammer.

 

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