Brandschutz in Rehna : Löschwasser aus 80 Metern Tiefe

Acht Brunnen in sieben Orten werden derzeit gebohrt, damit Feuerwehren keine Löschwasser-Probleme bekommen.  Grafik: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0
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Acht Brunnen in sieben Orten werden derzeit gebohrt, damit Feuerwehren keine Löschwasser-Probleme bekommen. Grafik: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0

Für 130 000 Euro werden im Amtsbereich Rehna acht Brunnen für die Feuerwehr gebohrt, um den Brandschutz zu erhöhen

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18. November 2017, 05:00 Uhr

Kommunen im Amtsbereich Rehna investieren rund 130 000 Euro in den Ausbau ihres Löschwasser-Netzes. Dadurch soll der Brandschutz in den Dörfern erhöht werden. Für das Geld lassen die Kommunen nicht etwa neue Löschteiche anlegen, sondern bis zu 80 Meter tiefe Brunnen durch eine Spezialfirma bauen. Bis Ende Dezember soll das Projekt abgeschlossen sein.

Drei von insgesamt acht geplanten Brunnenbohrungen sind bereits abgeschlossen. Dabei handelt es sich um die Standorte Bestenrade, Schaddingsdorf und Carlow. Anfang kommender Woche sind Bohrungen in Törberhals und Löwitz geplant. Zwei weitere Löschwasser-Brunnen entstehen in Groß Molzahn. Brunnen Nummer acht wird in Heiligeland gebohrt.

Mindestens 800 Liter Löschwasser pro Minute sollen künftig aus den Brunnen gepumpt werden können. Damit werde die gesetzliche Mindestanforderung erfüllt, sagt Amtswehrführer Henry Wanzenberg. Er betont, dass durch den Ausbau des Löschwassernetzes nicht nur der Brandschutz sondern auch die Sicherheit der Einsatzkräfte im Falle eines Brandes erhöht werde. Denn nur bei einer stabilen Löschwasserversorgung dürfen Feuerwehrleute den so genannten Innenangriff starten, um Brände in Gebäuden zu löschen und Menschen zu retten.

Damit das Wasser den Brandschützern im Ernstfall zur Verfügung steht, werden die Brunnen auch eine Anschlusssäule erhalten. Daran können Einsatzkräfte ihre Stromaggregate koppeln und die Brunnenpumpe mit Elektrizität versorgen. Die Pumpe verfüge zudem über einen wartungsarmen Motor, betont Martin Kalugin vom Amt Rehna. Aus Sicht des Amtes ist die Brunnen-Variante eine bessere Lösung als der Bau neuer Löschteiche, die wiederum gesichert und gepflegt werden müssen.

Dass das Löschwassernetz ausgebaut wird, hängt auch mit dem Zustand einiger Teiche zusammen. Vor allem einige Folienteiche hätten sich in einem erbärmlichen Zustand befunden, sagt der Leiter des Haupt- und Ordnungsamtes, Bernd Karnatz. Auch Amtswehrführer Henry Wanzenberg betont, dass es in einigen Orten Probleme bei der Löschwasser-Versorgung gab. „Deshalb haben wir als Amtswehrführung mit den Gemeinden und dem Amt den Bau der Brunnen mit angeschoben“, so Wanzenberg.

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