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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

17. November 2017 | 18:54 Uhr

Bad Kleinen : Löcher-Streit zwischen Kommunen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Zwei Ämter – eine Straße: Desolater Zustand sorgt bei Gemeinde für Verstimmung. Reparatur oder Ausbau stehen zur Debatte

svz.de von
erstellt am 07.Okt.2017 | 04:45 Uhr

Der desolate Zustand der Fahrbahn der Verbindungsstraße zwischen Gallentin und Zickhusen sorgt erneut für schlechte Stimmung zwischen Ämtern und Gemeinden. „Ich habe mich in einer E-Mail an das Amt Lützow-Lübstorf gewandt und angefragt, wann der Straßenteil, der sich in ihrem Zuständigkeitsbereich befindet, wieder in einen annehmbaren Zustand versetzt wird“, erklärt Bernd Heidrich. Der Mann von der Linkspartei wohnt in Gallentin und ist Vorsitzender des Finanzausschusses seiner Gemeinde Bad Kleinen.

Anfang der 1990er-Jahre wurde der Feldweg zwischen den beiden Dörfern, der in Zickhusen an der B 106 endet, über den ländlichen Wegebau ausgebaut und asphaltiert. Die Asphaltbahn ist allerdings nur 3,50 Meter breit, mehr ließ das Förderprogramm nicht zu. „Damals war das in Ordnung und für den Verkehr völlig ausreichend“, sagt Hansjörg Rotermann, Bürgermeister von Zickhusen. Doch schon bald war die Straße immer stärker frequentiert. Die Asphaltbahn lockte auch schnell überörtlichen Verkehr an. Fahrer, die den kürzesten Weg um den Schweriner Außensee nutzen und den Umweg über die Ampelkreuzung an der B106 zwischen Bad Kleinen und Bobitz vermeiden wollen. Dies führte schnell dazu, dass Bad Kleinen auf der einen und Zickhusen auf der anderen Seite ständig Fahrbahnschäden beseitigen und ausgefahrenen Seitenstreifen reparieren mussten. Bad Kleinen schickt seine Gemeindearbeiter ständig raus, die Zickhusener wurden zuletzt im Juli gesehen. Generell hinderlich dabei: Beide Gemeinden gehörten schon immer unterschiedlichen Verwaltungsräumen an – zu DDR-Zeiten verlief hier die Bezirksgrenze und aktuell immer noch die Amtsgrenze.

„Wir haben dem Amt Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen vorgeschlagen, die Straße breiter auszubauen, um gerade den ständig auftretenden Abbrüchen der Fahrbahnkanten entgegen zu wirken“, so Bürgermeister Rotermann auf Anfrage der SVZ. Die Kosten hierfür seien nicht zuletzt wegen einer erneuten Förderung des Kreises, eventuell erneut aus dem Topf des ländlichen Wegebaus, überschaubar. „Dabei richtet sich die förderfähige Fahrbahnbreite nach der Bedeutung der Straße und wird durch entsprechende Gutachten untermauert“, heißt es von Kreissprecherin Petra Rappen.

Dieser Ausbau wäre nicht zuletzt dafür wichtig, damit die Nahbus-Linie 235 die Straße wieder befahren kann. Diese Linie war erst zu Beginn des vergangenen Jahres vom kreiseigenen Unternehmen Nahbus eingerichtet worden – über diese Verbindungsstraße. „Aktuell versorgen wir die Nutzer dieser Strecke aus Gallentin und Bad Kleinen in der Form, dass wir sie von den betreffenden Haltestellen mit einem kleineren Fahrzeug abholen und sie nach Niendorf an der B 106 bringen“, heißt es von Nahbus, welches diese Linie versorgt. Dort können die Reisenden dann in den eigentlichen Bus, der zwischen Schwerin und Wismar verkehrt, umsteigen.

Ob der Ausbau der Straße kommt, wird derzeit in der Gemeindevertretung Bad Kleinen diskutiert. Immerhin hat die aufgrund des längeren Straßenanteils den erheblich größeren Posten der Kosten zu tragen als die Nachbarn in Zickhusen. „Nichtsdestotrotz werden wir in der kommenden Woche die Schäden an unserem Teilstück der Straße beseitigen“, so Maik Triebsch vom Bauamt Lützow-Lübstorf. Den genauen Termin könne er noch nicht sagen, das richte sich nach dem Wetter. Auf jeden Fall werde es aber während der Maßnahme eine Vollsperrung der Straße geben.

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