Bahnverbindung Rehna-Schönberg : Linke, Grüne und SPD fordern Lückenschluss

Auch über das Jahr 2014 sollen die Züge bis nach Rehna fahren.   Das Aktionsbündnis Lückenschluss fordert mit Kreispolitikern den Lückenschluss und somit die direkte Anbindung an den Wirtschaftsraum Hamburg. Michael Schmidt
Auch über das Jahr 2014 sollen die Züge bis nach Rehna fahren. Das Aktionsbündnis Lückenschluss fordert mit Kreispolitikern den Lückenschluss und somit die direkte Anbindung an den Wirtschaftsraum Hamburg. Michael Schmidt

Auch über das Jahr 2014 sollen die Züge bis nach Rehna fahren. Ein Aktionsbündnis in der Stadt fordert mit Kreispolitikern den Lückenschluss und somit die direkte Anbindung an den Wirtschaftsraum Hamburg.

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29. November 2012, 07:37 Uhr

Rehna/Grevesmühlen | Nach jahrelangen Bemühungen für einen Lückenschluss Rehna-Schönberg erhält ein Aktionsbündnis in der Stadt Rehna politische Rückendeckung auf Kreisebene. So unterstützen die Kreistagsfraktionen Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und die SPD das Vorhaben. "Für die Entwicklung der Metropolregion Hamburg und der besseren Anbindung des Landkreises Nordwestmecklenburg in Richtung Hamburg, ist der Lückenschluss der Schienenverbindung Rehna-Schönberg ein wichtiger Faktor", heißt es in einem gemeinsamen Antrag der drei Fraktionen. Die kürzeste Schienenverbindung zwischen Lübeck und Schwerin würde zudem verkehrstechnische, touristische und wirtschaftliche Vorteile für die gesamt Region bedeuten. "Auch die überregionale Anbindung der Landeshauptstadt Schwerin, des Landkreises Ludwigslust-Parchim und darüber hinaus Richtung Skandinavien über die zukünftige neue Fehmarnbelt-Querung würde mit der Realisierung des Lückenschluss deutlich verbessert", so die Antragsteller Björn Griese (Linke), Regina Groß (Grüne), Wolfgang Glaner und Frank Junge (beide SPD).

Der Kreistag von Nordwestmecklenburg stimmt in seiner Sitzung am Donnerstag, 6. Dezember, über diesen Antrag im Wismarer Zeughaus ab. Beginn: 17 Uhr.

Das Projekt Lückenschluss gilt trotz einer insgesamt positiven Bewertung in volkswirtschaftlichen Gutachten als problematisch. Denn das Grundproblem, die Finanzierung eines Neubauprojektes, bleibt. Unterstützung von Bund und Land wird es angesichts weiterer Mittelkürzungen kaum geben. "Folglich will anscheinend der Regionale Planungsverband kein Geld in eine Machbarkeitsstudie investieren", sagt der Rehnaer Martin Reininghaus, der Sprecher des Aktionsbündnisses. Im Sinne eines ernst gemeinten Anschlusses Nordwestmecklenburgs an die Metropolregion Hamburg, müsse die Bahnverbindung allerdings mittelfristig umgesetzt werden. Reininghaus verdeutlicht, dass die nördliche Schaalseeregion als Naherholungsgebiet keine wirklich funktionierende Anbindung an das Zentrum der Metropolregion vorweisen kann. Städte wie Gadebusch und Rehna bleiben abgeschnitten.

Auf politischer Ebene wird die neue Metropolregion mit Hamburg bereits gefeiert, wie jüngst auf dem Tourismus-Gipfel mit Ministerpräsident Erwin Sellering, Landrätin Birgit Hesse und Vertretern der Metropolregion Hamburg an der Weißen Wiek. Ob die dort gepriesene Zusammenarbeit Früchte tragen wird, müsse letztlich an gewinnbringenden Projekten für die Menschen festgemacht werden. Reininghaus weiter: "Gelingt uns keine strukturelle Verbesserung der Verkehrswege in den neuen Bezirken, dann wird die Politik im Ergebnis lediglich feststellen dürfen, dass nur über die Metropolregion gesprochen wurde."

Zusätzliches Personal für eine Koordination von Projekten zwischen dem Nordwestkreises und dem Wirtschaftszentrum Hamburg wird es nicht geben. Die vom Landkreis ausgeschriebene Stelle wurde aus Kostengründen gestrichen. Lediglich die von den Kreisen Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg gemeinsam zu finanzierende Sachbearbeiter-Stelle im Hamburger Büro, soll eine Besetzung erfahren.

Nach Meldungen über eine Stilllegung der frisch sanierten Bahnstrecke Gadebusch-Rehna, zeichnet sich zumindest die Chance des Weiterbetriebes über das Jahr 2014 hinaus ab. Das signalisierten Vertreter des Schweriner Verkehrsministeriums gegenüber Rehnaer Kommunalpolitikern.

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