39. Rapstag : Leuchtend gelb blüht Bonanza

Bonanza – eine neue Rapssorte auf dem Markt. Klaus-Dieter Meißner präsentiert insgesamt 21 neue Sorten.
Bonanza – eine neue Rapssorte auf dem Markt. Klaus-Dieter Meißner präsentiert insgesamt 21 neue Sorten.

Am 3. Juni ist der 39. Rapstag Mecklenburg-Vorpommern in Veelböken. Neue Sorten und umstrittene Themen stehen auf dem Programm

Hoffmann_passbild.jpg von
01. Juni 2015, 23:30 Uhr

Ob Raptor, Bonanza oder Armstrong – an der Kreativität der Namen wird sich bei den aktuellen Rapssorten wohl auch in diesem Jahr nicht viel ändern. Insgesamt 21 der gelb blühenden Sorten werden am 3. Juni auf dem 39. Rapstag Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt. „Die Landwirte haben dann die Qual der Wahl“, erzählt Klaus-Dieter Meißner und lässt seinen Blick über die leuchtend gelben Rapsfelder wandern. „Es handelt sich um Züchtungen, die alle jeweils spezielle Eigenschaften haben“, erzählt der Geschäftsführer vom Agrarhof Veelböken eG.

Gemeinsam mit der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei und dem Landesamt für Landwirtschaft MV organisiert Meißner den Rapstag. Hauptthemen der ganztägigen Veranstaltung werden unter anderem Fachvorträge über Zwischenfrüchte für Rapsfruchtfolgen oder Pflanzenschutzempfehlungen für die kommende Saison sein. Rund 200 Landwirte und Interessierte werden auf dem traditionellen Infotag erwartet, bei dem auch teils sehr umstrittene Themen diskutiert werden. Beim Greening sollen Bauern einen Teil ihrer Äcker als so genannte ökologische Vorrangfläche ausweisen. Halten sie sich nicht daran, bekommen sie weniger Geld aus den Fördertöpfen der EU. „Ein ganz großes Thema unter uns Landwirten ist auch das Bienensterben und das Beizverbot der Rapspflanze“, so Meißner.

Seit vergangenem Herbst hat die EU das gewohnte gebeizte Saatgut verboten, weil es den Bienen schädigen soll. Die bisher wirksamste Lösung gegen den Schädling wird nun durch Insektizide ersetzt. „Wir sind alle drei Tage auf den Feldern unterwegs und kontrollieren die Raps-Erdflöhe“, so der Landwirt. Hat sich eine bestimmte Menge angesammelt, müssen die Bauern mit Trecker und Spritze raus. „Wir sind bereits drei Mal mit den Insektiziden durch die Natur, normalerweise fahren wir nur einmal raus“, so Meißner. Er zweifle die Entscheidung der EU an, dass es ohne die Beize der Natur jetzt besser gehe. „Und auch in diesem Winter sind wieder zahlreiche Bienenvölker gestorben, obwohl wir die Elade-Beize nicht mehr verwenden.“

Nach den Fachvorträgen und Diskussionsrunden in der neuen Halle in Veelböken können die Gäste den Versuchsflächen bei Goddin einen Besuch abstatten. Von 12.30 Uhr an beginnen hier die Führungen und Demonstrationen der neuen Rapssorten sowie moderner Pflanzenschutzversuche.

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