Gadebusch und Rehna : Leseratten stürmen das Rathaus

30 Kinder der Kita Arche Noah Gadebusch unterstützen Martina Torner beim Anbringen der Plakate an der Rathaustür.  Fotos: P. Täufel
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30 Kinder der Kita Arche Noah Gadebusch unterstützen Martina Torner beim Anbringen der Plakate an der Rathaustür. Fotos: P. Täufel

Stadtbibliotheken Gadebusch und Rehna machen bei landesweiter Aktion zum Lutherjahr am Tag der Bibliotheken mit

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25. Oktober 2017, 04:45 Uhr

Das hat es so noch nicht gegeben – auf einmal waren sie da: Zahlreich verzierten gestern blau-weiße Plakate öffentliche Gebäude, Kitas und Geschäfte in und um Gadebusch und Rehna. Darauf provokante, irritierende, lustige und freche Sprüche zum Bibliothekswesen. „Wir wollen auf uns aufmerksam machen, das immer noch herrschende Bild von langweiligen, verstaubten Bibliotheken in Frage stellen“, erklärt Martina Torner, Leiterin der Stadtbibliothek Gadebusch.

Pünktlich 10 Uhr bekommt sie Unterstützung: 30 Kinder der Integrativen Kita „Arche Noah“, die das Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow in Gadebusch betreibt, helfen der Bibliothekarin dabei, die Plakate an der Rathaustür der Münzstadt zu befestigen. „Für uns ist das selbstverständlich, dass wir bei dieser Aktion mitmachen. Schließlich lieben unsere Kinder Bücher und sind regelmäßig in der Stadtbibliothek“, erzählt Erzieherin Katrin Kühlborn.

Zur gleichen Zeit ist etwa 13 Kilometer davon entfernt Rebekka Duge dabei, am Sitz ihrer Stadtbibliothek im Deutschen Haus in Rehna ebenfalls Plakate anzubringen. „Ich habe die Hoffnung, dass die öffentliche Unterstützung endlich Pflichtaufgabe wird. Denn bislang ist es nur eine freiwillige Leistung der Kommunen“, bringt die Leiterin der Stadtbibliothek der Klosterstadt ihren Wunsch zum Ausdruck, den sie mit dieser Aktion verbindet. Beide Frauen betonen jedoch, dass sie mit der Unterstützung, die sie von ihren Städten erhalten, sehr zufrieden sind. Nicht zuletzt sprechen auch die Zahlen für sich. Beide Bibliotheken hätten eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. „Wir haben mehr als 800 Leser. Die Bibliotheken haben sich verändert, sind digitalisiert, modern, vernetzt“, so Martina Torner. „Und sie sind ein sozialer Treffpunkt“, fügt Erzieherin Kühlborn hinzu.

Torner und Duge hoffen, dass die Imagekampagne zum Lutherjahr, die erste gemeinsame, landesweite PR-Aktion der öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken in Mecklenburg-Vorpommern, ihre Wirkung nicht verfehlt.

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