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Leser drängen weiterhin auf Lückenschluss nach Lübeck

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erstellt am 29.Mär.2012 | 09:03 Uhr

Rehna/Gadebusch | Immer mehr Menschen in der Region fordern eine bessere Verkehrsanbindung mit der Bahn nach Lübeck. Das ist ein Ergebnis unserer Umfragen-Serie "Lebenswert". "Die Zuganbindung wäre dringend notwendig. Sehr viele Pendler fahren täglich nach Lübeck", meint ein Leser. Ein anderer verdeutlicht: "Es fehlt der Bahnlückenschluss. Ansonsten ist der Service der OLA sehr gut."

Für den Rehnaer Stadtvertreter Martin Reininghaus ist das Umfrageergebnis keine Überraschung. Er fordert seit langem den Lückenschluss. Denn dadurch könnte eine direkte Regionalzugverbindung von Lübeck nach Schwerin geschaffen werden. Auch der Vorsitzende des Fahrgastverbandes Pro Bahn in MV, Marcel Drews, plädiert für diesen Lückenschluss. Er kündigte gestern weitere Gespräche mit dem Land an: "Solch ein Lückenschluss macht Sinn, weil es viele Pendler gibt, die nach Schleswig-Holstein und Hamburg fahren."

Für Wirbel hatte zuletzt die Ankündigung des Landes gesorgt, Einschnitte im öffentlichen Personennahverkehr vornehmen zu wollen. Der Leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Rehna, Hans Martin Buschhart, hält dies für den falschen Weg. "Es wäre für die Region tödlich, wenn infrastrukturelle Rückbauten erfolgen sollten", sagte Buschhart. Er kündigte vor dem Hintergrund der Lebenswert-Umfrageergebnisse an: "Wir werden auch weiterhin im regen Kontakt mit dem Ministerium stehen, das trifft auch auf poli tische Vertreter der Stadt zu. Sie werden beim Thema Lückenschluss nicht locker lassen", so Buschhart. Dabei stützen sich die Kommunalpolitiker auch auf ein Schreiben der DB Netz AG. Darin heißt es: "Zwischenzeitlich hat sich das Land zum Streckenabschnitt (Gadebusch-Rehna/d.Red.) vorerst bis zum Jahr 2024 bekannt."

Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung bezog gestern Stellung zu den geforderten Investitionen. "Ein Lückenschluss ist derzeit nicht beabsichtigt", stellte Ministeriumssprecher Steffen Wehner klar. Er äußerte sich auch zu geplanten Einschnitten im öffentlichen Personennahverkehr. "Auf der Teilstrecke Gadebusch-Schwerin Hauptbahnhof sollen drei Fahrtenpaare am Samstag ge strichen werden. Der Zwei-Stunden-Takt soll erhalten bleiben", so Wehner. Es seien bei den beabsichtigten Kürzungen Züge ausgewählt worden, deren Fahrgastzahlen sehr gering ausfielen. "Auf dem Teilstück zwischen Gadebusch und Schwerin wurden im Schnitt sieben bis zehn Fahrgäste gezählt", teilte Wehner auf SVZ-Anfrage mit.

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