Geländespiel der Schule Schlagsdorf : Lernen von Stock und Stein

Bei dem Geschicklichkeitstest balanciert Leif Ole gekonnt über den Balken – auf Zeit natürlich.
1 von 3
Bei dem Geschicklichkeitstest balanciert Leif Ole gekonnt über den Balken – auf Zeit natürlich.

Bei dem Geländespiel der Regionalen Schule mit Grundschule Schlagsdorf gehen die Kinder in die Natur und testen dort ihr Wissen

von
22. Februar 2018, 04:45 Uhr

Charlotte schirmt die Augen vor der Sonne ab, als sie in die blattlose Baumkrone schaut. Mit ihr zusammen kneifen sechs weitere Schüler die Lider zu. Jemand brummt konzentriert. „Vielleicht eine Birke“, mutmaßt man. „Nein, eine Linde“, meint ein anderer. Lehrerin und Betreuerin der kleinen Gruppe, Ute von Holly-Wramp aber möchte keine Schätzungen hören. „Beratet euch und dann will ich einen Baum hören“, sagt sie. Bunte Mützen werden zusammengesteckt, dann fällt die Entscheidung auf Pappel.

Beim Baumlehrpfad handelt es sich nur um eine von vielen Stationen, die von den Schülern der Regionalen Schule mit Grundschule Schlagsdorf abgelaufen werden. Hier testen sie ihr Wissen in der freien Natur, beobachten und suchen aus. Neben einer Liste von zu findenden Gegenständen schauen die Schüler sich nach einem besonderen Objekt um, das sie selbst wählen und später präsentieren sollen. Schnell fällt die Entscheidung auf eine kleine Glühbirne. Die Sammelaktion läuft parallel zu den Wissensstationen. Als Ranger Mario Axel die Baumnamen auflöst, herrscht Ernüchterung. „Nur dreieinhalb von zehn möglichen Punkten“, ist Jurij enttäuscht. Bei der nächsten Station läuft es dann besser und alle Fragen zum Habitat von Seeadler, Specht und Kröte werden richtig beantwortet. Von der Station am Aussichtsturm aus geht es querfeldein am Mechower See entlang zu den sportlichen Herausforderungen. Um den Weg nicht schweigend hintereinander weg zu laufen, berichtet Theo – der schon in der vierten Klasse weiß, dass er einmal Arzt im Krankenhaus werden möchte – ausführlich von seinen Lieblingsurlaubszielen, schwärmt von der Wärme Italiens. Zwei andere Schüler diskutieren stattdessen über die Stationen. „Am besten war das Holzstapeln“, so der eine. „Nein, das Quiz“, meint die andere. Kommt es dann aber hart auf hart wie beim Sackhüpfen feuert sich das Team aber kompromisslos an.

Kurz vor Schluss dann die große Verwirrung: Der Beutel mit den gesammelten Gegenständen ist weg, vergessen bei einer Station. Statt sich gegenseitig die Schuld zuzuweisen, schultern die Sieben ihre kleinen Rucksäcke und machen sich auf, einen neuen Beutel zu füllen. „Teamgeist“ heißt der Tagesgewinn.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen