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Schnellzugbauteile aus rehna : Leichtbauer investiert in Maschinenpark

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Schnellzug-Bugnasen und weitere Bauteile kommen aus der Klosterstadt . Neue Frästechnik ermöglicht Produktionserweiterung

Das Rehnaer Unternehmen pmc hat seinen Maschinenpark und die Fertigungsfläche erweitert. Seit Februar steht ein neuer Wasserstrahlschneider in der Halle. Vor ein paar Tagen ging eine Fünf-Achs-Fräsmaschine in Betrieb. Zu den Investitionskosten sagt Geschäftsführer Frank Jaeckel nur soviel: „Dafür müssen Sie schon ein bisschen sparen.“ Um einen höheren sechsstelligen Betrag handelt es sich aber sicher. 25 Mitarbeiter produzieren bei pmc Leichtbauteile. Vor allem für Züge, Medizintechnik aber auch Möbel.

Wer beispielsweise in einen ICE steigt, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit Kontakt mit einem Produkt aus der Klosterstadt. Bugnasen, Innen- und Außenverkleidung, Klimarohre – all das liefert pmc für den ICE. „In 99 Prozent dieser Fahrzeuge sind unsere Teile verbaut“, sagt Geschäftsführer Jaeckel. Knapp 50 000 Teile produziert pmc jedes Jahr. Dafür werden mit Glasfasern oder Carbonfasern verstärkte Kunststoffe eingesetzt. Sie sind zwar leicht, aber gleichzeitig besonders strapazierfähig.

Mit der neuen Fräse könnten Teile wie Seitenwände noch präziser bearbeitet werden, sagt Jaeckel. Die Fräse hat in einer neuen Halle Platz gefunden.

Es ist die dritte Erweiterung der Produktionsfläche, seit Jaeckel sein Unternehmen 2008 im Gewerbegebiet Rehna eröffnet hat. Wo früher ein Küchenstudio war, wird heute für Züge produziert. „Wir haben seit damals unsere Fertigungsfläche fast verdreifacht“, sagt der Chef.

Der Vorteil der Rehnaer Leichtbauteile liegt in der Energieersparnis. So wog die Bugnase eines ICE früher rund 25 Kilogramm, heute sind es noch rund fünf. Das spart Treibstoff und damit Co2. Zudem rosten die Teile nicht und müssen nicht gewartet werden.

Bis aber beispielsweise eine Seitenwand fertig ist, durchläuft das Teil einen aufwändigen Fertigungsprozess. Mit dem neuen Fünf-Achs-Fräser können die Rehnaer nun auch komplexe Formen selber herstellen. „Früher haben wir dieses Teile eingekauft“, sagt Jaeckel.

Seit kurzem hat pmc zudem ein neues Produkt auf dem Markt. So genannte 5S-Boards. Das sind beispielsweise Schablonen für Transportkisten mit Werkzeug. Jedes Teil hat darin seinen Platz, sagt Jaeckel. So sieht der Verpacker auf den ersten Blick, ob etwas fehlt. „Das schafft Ordnung und Sauberkeit“, so der Geschäftsführer.

Eines ist Frank Jaeckel dann noch besonders wichtig: „Wir suchen zurzeit Mitarbeiter“, sagt er. Zerspaner und für den Vertrieb. Er möchte mit seinem Unternehmen weiter expandieren.

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erstellt am 26.Mai.2016 | 05:00 Uhr

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