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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. November 2017 | 08:43 Uhr

Köchelstorf : Laura kommt ans Licht

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Starke Kartoffelernte bei der Agrargenossenschaft Köchelstorf. Der Verkauf startet am Sonnabend in Othenstorf

von
erstellt am 10.Okt.2014 | 00:22 Uhr

Rote Schale und gelb leuchtender Kern – bei den Kartoffeln hat Laura, die gelbfleischige die Nase vorn. Zumindest auf den Flächen der Agrargenossenschaft eG Köchelstorf. Dort erhalten die Erdäpfel in dieser Woche die volle Aufmerksamkeit der Mitarbeiter. „Wir roden die Kartoffeln und dürfen uns auf eine sehr gute Ernte freuen“, sagt Abteilungsleiter Peter Anclais. Auf rund 3,2 Hektar hat die Genossenschaft „Laura“ angebaut.

Seit Dienstag zieht die Erntekombine mit sechsköpfiger Besatzung ihre Runden auf dem Feld zwischen Köchelstorf und Groß Hundorf. Für das Team eine durchaus anstrenge Fleißarbeit, gibt Anclais zu verstehen. Bei Wind und Wetter sortieren die Frauen und Männer Erdklumpen und Steine vom Förderband, bevor die Kartoffeln in den Bunker der Kombine rutschen.

Martin Werner schaut mit seinen Kollegen hinüber zum Feldrand, sieht die rote Kombine anrücken. Obwohl die Ladeflächen seines Traktor-Anhänger-Gespann gut gefüllt sind, losfahren will er noch nicht. „Da passt noch was auf die Ladefläche“ gibt der junge Mitarbeiter mit dem richtigen Augenmaß zu verstehen. Er startet den John Deere und schwenkt mit seinen zwei Anhängern in die Fahrtrichtung der Erntemaschine ein. Die Uhr zeigt 9.30 Uhr an, knapp drei Stunden Arbeitszeit liegen hinter den Landwirten und wohl noch weitere sieben vor ihnen. „Heute wollen wir die komplette Ernte vom Kartoffelacker einfahren“, sagt Anclais. Die Zeit drängt, denn am morgigen Sonnabend startet der Kartoffelverkauf ab Lagerhalle in Othenstorf bei Rehna.

Eigentlich baut das landwirtschaftliche Unternehmen die Kartoffeln für die Mitarbeiter, Genossenschaftsmitglieder und Landeigentümer an. Das schon seit je her, betont Anclais. Nur, dass in diesem Jahr die Ernte womöglich doppelt so hoch ausfällt wie 2013 mit rund 500 Doppelzentnern auf ähnlich großer Fläche.

In diesem Jahr gibt es mehr als ein paar zusätzliche Ladungen oben drauf. Somit bietet sich der Kartoffelverkauf an. Anclais: „Unsortiert und frei weg, wie sie geerntet wurden.“

Bei guter Lagerung sind die rotschaligen Erdäpfel bis über den Winter zum Verzehr geeignet. Am besten im Keller kühl und mit ausreichend Luftfeuchtigkeit lagern.

In Nordwestmecklenburg spielt der Anbau von Kartoffeln eine untergeordnete Rolle. Das, so Kreisbauernpräsident Jörg Haase, liegt vor allem an den „schweren Böden“. Diese sind vornehmlich zum Anbau von Getreide geeignet. Da haben im Nordwesten Weizen aber auch Zuckerrüben die Nase vorn.


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