Gadebusch : Last Minute zum Silvester-Karpfen

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Wer sich seinen Silvester-Schmaus noch nicht gesichert hat, für den wird es langsam eng. Klocksdorfer Fischer heute in Rehna

svz.de von
30. Dezember 2016, 21:00 Uhr

Gebacken, gebraten, pochiert oder gedämpft, auf russische oder Budapester Art, im Gemüsebett, paniert oder blau? Die Frage der Zubereitung ist eine der wichtigsten rund um den beliebten Silvester-Karpfen. Wichtig aber auch: Woher bekomme ich meinen Karpfen? Und noch wichtiger, vor allem heute, am letzten Tag des Jahres: Wo bekomme ich diesen am Silvester-Tag noch her? Also einen Last Minute-Karpfen quasi?

So viele Möglichkeiten gibt es da zwischen Rehna und Lützow nicht wirklich. Gut für Spätentschlossene, dass es Hendrik Kern gibt. Gestern stand das Verkaufsteam des Klocksdorfer Fischers am Rewe-Markt in Gadebusch, und auch heute bringen sie noch reichlich Karpfen an den geneigten Käufer. „Jeweils von 8 bis 13 Uhr kann bei uns in Klocksdorf im Hofladen noch Karpfen gekauft werden. In der gleichen zeit stehen wir mit unserem Verkaufswagen beim Edeka-Markt in Rehna“, sagt der 29-Jährige.

1600 Exemplare sollen bei Hendrik Kern in diesen Tagen über die Verkaufstresen gehen. Vier Tonnen insgesamt. Die schwersten der natürlich aufgewachsenen und nicht gemästeten Exemplare wiegen so um die acht Kilogramm. Am beliebtesten seien allerdings die Leichtgewichte, die zwischen zwei und zweieinhalb Kilogramm auf die Waage bringen. Drei bis maximal fünf Jahre alt sind die Naturkarpfen alt, die Hendrik Kern aus selbst bewirtschafteten Gewässern erntet und als Silvesterschmaus verkauft. Spiegelkarpfen übrigens. Schuppenkarpfen wolle niemand mehr haben. Und das, obwohl doch eine im Portemonnaie verstaute Schuppe des Silvesterkarpfens finanziellen Segen für das kommende Jahr bringen soll.

Nun ja, wie dem auch sei. Ein Silvester ohne Karpfen geht für viele Menschen nun mal gar nicht. Der gehört zum Jahreswechsel wie Bleigießen, Sekt und Feuerwerk.

Ursprünglich ist der Karpfen übrigens ein asiatischer Fisch. Bereits lange vor unserer Zeitrechnung wurde er in China in Teichen gezüchtet. Und um der weihnachtlichen Völlerei entgegenzuwirken, empfahl die Kirche ihn früher als Fastenspeise.

Womit wir einerseits wieder bei den eingangs erwähnten Arten der Zubereitung und andererseits bei der Beschaffungsfrage des Silvester-Karpfens angelangt wären. Denn während Sie, liebe Leser, diese Zeilen lesen, wird es dafür langsam wirklich etwas eng. Beim Forellenhof Lehmhusen beispielsweise geht in Sachen Karpfen nämlich bereits nichts mehr. „Nur noch auf Vorbestellung“, sagt Inhaberin Ute Kraemer. 250 Karpfen seien dort über den Tisch gegangen. Wer sich aber auch an Forelle oder Saibling, frisch oder geräuchert, laben kann, der kann sich ruhig in Richtung Lehmhusen aufmachen. Ute Kraemer: „Geöffnet ist bei uns – auch zu Silvester – von hell bis dunkel.“

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