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Polizeiaktion in Gadebusch : Langfinger haben keine Chance mehr

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Polizei codiert Fahrräder zum Schutz gegen Diebstahl

svz.de von
erstellt am 01.Aug.2017 | 04:45 Uhr

Jedes Jahr werden laut Statistik in Deutschland etwa 300 000 Fahrräder geklaut. Dabei bezieht sich diese Zahl nur auf polizeilich gemeldete Diebstähle – die Dunkelziffer wird von den Ordnungshütern weit höher geschätzt. Aufgeklärt wird davon nicht einmal jeder zehnte. MV liegt mit mehr als 380 gestohlenen Drahteseln je 100 000 Einwohner auf Platz sieben im Ranking der 16 Bundesländer.

Ein wirksames Mittel gegen einen Diebstahl ist die individuelle Codierung des Rades. Das schreckt zum einen Langfinger von vornherein bereits ab. Und sollte es dennoch gestohlen werden, ist eine Identifizierung des Fahrzeugs jederzeit möglich. „Der Code, den wir im Rahmen eingravieren, besteht aus einer Buchstaben- und Zahlenkombination, die den Halter, den Kreis, Wohnort und Straße dokumentieren“, erklärt Angelika Becker, Präventionsberaterin der Polizei.

Das unterscheidet ihn von der bei hochwertigen Rädern bereits angebrachten Rahmennummer, die laut Polizei deutlich mehr Probleme bei einer Eigentumsfeststellung bereitet. Dennoch verweisen einige Händler auf diese Kennzeichnung und drohen mit dem Verlust der Garantie, sollte eine zusätzliche Codierung am Rahem eingefräst werden. „Bisher ist uns nichts bekannt, dass dadurch ein Rahmen kaputt gegangen ist“, sagt Präventionsberaterin Ines Buchholz.

Mit ihrem Kollegen Hans-Jürgen Schröder führten die drei Präventionsberater von der Polizeiinspektion Wismar gestern Vormittag so eine für die Fahrradbesitzer kostenlose Codierungsaktion in der Münzstadt durch. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so einen großen Andrang gibt. Das war im vergangenen Jahr noch ganz anders“, sagt Becker. Bereits vor dem geplanten Start um 10 Uhr standen die Menschen mit ihren Zweirädern Schlange. Zu ihnen gehörte auch Herbert Schäfer aus Renzow, der mit seinem über 2500 Euro teuren Fahrrad mit elektrischer Unterstützung beim Codier-Termin erschien. „Ich habe das Rad am 3. März vergangenes Jahr gekauft. Man hört ja viel über Fahrraddiebstähle. Ich will ja hoffen, dass mir so etwas nicht passiert. Doch sicher ist sicher“, begründet der Rentner den Schritt, sein Zweirad nach knapp eineinhalb Jahren Besitz nun codieren zu lassen.

Ihm gleich taten das dann insgesamt noch 45 weitere Eigentümer bis zum Ende der Aktion um 14 Uhr. „Wir sind sehr zufrieden, im vergangenen Jahr kamen kaum mehr als zehn Fahrradbesitzer zu unserer Codier-Aktion auf den Parkplatz des Raiffeisenmarktes. Bei dem wir uns noch einmal ganz herzlich bedanken möchten, dass wir hier jedes Jahr diese Aktion durchführen dürfen“, sagt Ines Buchholz. Die nächste kostenlose Codierung findet in der kommenden Woche im MEZ Gägelow statt.

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