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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

17. November 2017 | 19:00 Uhr

Tagung in Rehna : Landwirte wollen Fördermittel

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gut 160 Teilnehmer informierten sich gestern in Rehna über Formalitäten und Fallstricke bei der Antragstellung

svz.de von
erstellt am 07.Apr.2016 | 04:50 Uhr

Geballte Bauern-Präsenz in Rehna: Gut 160 Teilnehmer fanden sich gestern im Saal des Hotels Stadt Hamburg in Rehna ein. Der Kreisbauernverband Nordwestmecklenburg hatte zu einer Informationsveranstaltung zum so genannten Agrarantragsverfahren 2016 eingeladen. Knapp die Hälfte aller Landwirte des Nordwestens waren dieser gefolgt.

Der Grund für die hohe Beteiligung wird schnell klar. Geht es doch für die Landwirte darum, zu erfahren, welche Fördermittel sie für ihren Betrieb in welcher Höhe bekommen können und was sie bei deren Beantragung beachten müssen. Dabei geht es vor allem um Fördergelder für so genannte „Greening“-, zu gut deutsch also Begrünungs-Maßnahmen. Ganz einfach erklärt, bekommen die Landwirte Geld dafür, wenn sie Ackerflächen in Grünland umwandeln.

Doch so einfach schieben weder die Europäische Union noch das Land Mecklenburg-Vorpommern die Kohle über den Tisch. Um das komplizierte Antragsverfahren transparent zu machen, erläutert Uwe Jechlitschek vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg den in Rehna anwesenden Landwirten das Prozedere, erläutert Fallstricke und den Umgang mit der zur Beantragung notwendigen Computer-Software.

Fördermittel gibt’s gleich eine ganze Reihe. So überweist die EU an einen Landwirt beispielsweise 260 Euro für jeden begrünten Hektar Land. Das kann eine Fläche mit so genannten Blühstreifen, aber auch eine einfach nur stillgelegte Ackerfläche sein. Im Antragsverfahren muss der Antragsteller allerdings haargenau die Fläche aufschlüsseln, für die er Fördermittel beziehen will. Schummeln geht nicht. Schon bei einer Abweichung von mehr als zwei Prozent – früher waren dies noch zehn Prozent – drohen Sanktionen. Weitere EU-Fördermittel können Jung-Landwirte oder aber Landwirte beantragen, deren landwirtschaftlich genutzten Flächen nicht mehr als 16 oder aber nicht mehr als 38 Hektar betragen.

Das Land stellt darüber hinaus Geld für die Umwandlung von Ackerland in Dauergrünland zur Verfügung, für die Teilnahme am Sommerweide- sowie Blühstreifen- oder aber dem so genannten Untersaaten-Programm. „Das sollen allesamt Maßnahmen zur zusätzlichen Stimulierung sein, dass die Landwirte mehr dafür tun, eine bessere Humusschicht zu gewährleisten“, sagt Jörg Haase,Vorstandsvorsitzende des Kreisbauernverbands.

Doch vor den Preis haben auch die Fördermittelgeber den Fleiß gesetzt. Denn bereits bis zum 15. Mai müssen die detaillierten Unterlagen beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt eingereicht sein. Motto: Antrag stellen, aber richtig. „Für Landwirte, die als Einzelkämpfer unterwegs sind, ist das natürlich extrem schwierig. Denn wie auch die größeren Unternehmen müssen sie das neben dem laufenden Betrieb bewerkstelligen. Für mich bedeutet das, dass ich ab nächster Woche nur noch mit der Antragserstellung zu tun habe“, so der Vorstandsvorsitzende des Kreisbauernverbands.

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