Kreissitz Wismar : Landrätin tritt auf Kostenbremse

Der Entwurf für den neuen Kreissitz in Wismar.
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Der Entwurf für den neuen Kreissitz in Wismar.

Kerstin Weiss kommt Kritikern entgegen und schlägt eine Kostensenkung von 9 auf 8,5 Millionen Euro vor

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18. November 2014, 18:28 Uhr

Landrätin Kerstin Weiss (SPD) reagiert auf die anhaltende Kritik wegen des geplanten Erweiterungsbaus am Wismarer Kreissitz in der Rostocker Straße und stellt eine Kostensenkung um 500 000 Euro in Aussicht. In einer heute Nachmittag veröffentlichten Presseerklärung unterbreitet die Landrätin des Nordwestkreises den Vorschlag, die Kosten für den Parkplatz zu halbieren, „indem zwar die Fläche erworben, jedoch auf die Versiegelung und weitere Ausbaumaßnahmen verzichtet und der Parkplatz in einfacher Ausführung hergerichtet wird“. Die Gesamtkosten für den Erweiterungsbau plus Parkplatz würden so von insgesamt 9 Millionen auf 8,5 Millionen Euro sinken.

Der Vorschlag werde dem Bauausschuss in der Mittwoch-Sitzung vorgestellt, der ab 15 Uhr im Gewerbe- und Technologiezentrum in Warin tagt. Die Fraktionsvorsitzenden der CDU, Thomas Grote, und der SPD, Wolfgang Glaner, signalisierten laut Presseerklärung „bereits ihre Zustimmung und begrüßten ausdrücklich den Vorschlag“.

Auf der Kreistagssitzung am 6. November hatten sich zwar 31 der insgesamt 61 Abgeordneten nochmals für den Erweiterungsbau ausgesprochen (SVZ berichtete). „Trotzdem wird das Neubauvorhaben im Hinblick auf die Kosten von vielen kritisch gesehen“, so die Landrätin. Ihr sei bewusst, „dass es sich um öffentliche Mittel und damit Steuergelder handelt, mit denen sparsam umzugehen ist. Vor diesem Hintergrund habe ich mit meinem Fachdienst Bau und Gebäudemanagement noch einmal abgeprüft, wo Einsparpotenziale vorhanden sind.“

„Wir sind ganz offen für Einsparungen“, erklärt dazu Linken-Fraktionschef Björn Griese gegenüber unserer Zeitung. Allerdings glaubt der Wariner „noch nicht so recht daran“. Die elfköpfige Fraktion tagte am Montag u.a. zum Parkplatz.

Mitglieder aus der Stadt Wismar hätten davor gewarnt, dass das ins Auge gefasste Parkplatz-Areal „bei Hochwassergefahr nicht nutzbar sein könnte“, so Griese. Außerdem sei das Gebiet sowieso sehr sumpfig. Der Linken-Fraktionschef geht davon aus, dass die bei der Kreistagssitzung genannte Summe von 8,1 Millionen Euro nur für den Erweiterungsbau „noch nicht der letzte Stand sind. Ich befürchte, dass noch zwei Millionen dazukommen“, so Griese

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