Führungswechsel in Kita Pokrent : „Landmäuse“ haben große Pläne

Sabine Heineman-Maahs, Jeanett Schacht, Petra Schünemann (v.l.) und Birgit Jaskulke (Frühschicht, nicht auf dem Foto)
1 von 2
Sabine Heineman-Maahs, Jeanett Schacht, Petra Schünemann (v.l.) und Birgit Jaskulke (Frühschicht, nicht auf dem Foto)

Pokrenter Kindereinrichtung wünscht sich Wiesenlandschaft und Kräutergarten. Tag der offenen Tür im Herbst

svz.de von
27. Juni 2016, 21:00 Uhr

Eine neue Fassade inklusive farblicher Gestaltung macht noch lange keine neue Kindertagesstätte. Dessen ist sich Sabine Heinemann-Maahs als neue Leiterin der Einrichtung „Landmäuse“ in Pokrent bewusst. Sie hat die Aufgaben von Vorgängerin Petra Schünemann übernommen, die weiterhin im Team der „Landmäuse“ arbeitet.

Aber alles umkrempeln, das wolle man natürlich nicht. „Seit zwei Wochen ist unsere Einrichtung mit Unterstützung des Trägers der Johanniter Unfallhilfe e.V. und der Gemeinde farblich neu gestaltet. Inhaltlich wollen wir natürlich an unsere Ausrichtung als Einrichtung mit dem Schwerpunkt Naturpädagogik festhalten“, sagt Sabine Heinemann-Maahs.

An Entwicklungsmöglichkeiten mangelt es nicht. Das 2000 Quadratmeter große Grundstück westlich des mit Großbäumen eingefassten Kirchenareals bietet zahlreiche Möglichkeiten. Heinemann-Maahs und ihrem dreiköpfigen Mitarbeiterteam schwebt ein Garten-Labyrinth mit Kräuterspirale vor. So darf auch die Wiese mit all ihren Kräutern sich auf dem Gelände der Kita entfalten.„So lernen die Kinder die Pflanzen und die darin lebenden Insektenarten besser kennen“, sagt Heinemann-Maahs. Wer die Natur vor seiner Haustür in die pädagogische Arbeit mit einbeziehe, der könne sich sicher sein, dass der Nachwuchs die Natur und ihre Lebewesen achtet. Da es sich um gemeinsame Unternehmungen handle, drehe sich vieles um den respektvollen Umgang mit seinen Mitmenschen, wie sich Lebensräume bewahren lassen und so der Schutz von Natur und Tieren gelingt. Das bedeute natürlich nicht, dass die Kinder von ihren Alltagsaufgaben entbunden werden. „Hier wird alles vermittelt, was die Mädchen und Jungen für Schule und Leben brauchen“, so Heineman-Maahs. Das soziale Miteinander stehe im Mittelpunkt.

Jannik, Benjamin und Nathalie finden das gut. Sie sind auch mit Arbeiten wie Tischdienst vertraut und greifen kurzerhand zu Eimer und Lappen. Erst wird nass gewischt, dann abgetrocknet und schon ist der Mittagstisch wieder sauber. Teamgeist, der sich fördern lässt. Das stellten die Mädchen und Jungen jetzt bei der Bummiolympiade in Dalberg unter Beweis. Elf Einrichtungen nahmen am Wettstreit mit Disziplinen wie Laufen, Springen und Werfen teil. „Wir waren mit zehn Kindern dabei“, berichtet die Leiterin stolz und verweist auf die Urkunden.

Heinemann-Maahs hat es mit der neuen Aufgabe auch zurück nach Schwerin verschlagen. Geboren in Westfalen, sieben Jahre Arbeit und Familienleben in Schwerin, ging es 2008 nach München. „Dort leitete ich acht Jahre eine Kita. Nun ging es privat und beruflich in Familie zurück nach Mecklenburg.“ Von der Großstadt wieder ins Ländliche, das störe sie nicht. „Wir sind hier glücklich und zufrieden“, sagt Heinemann-Maahs. Nicht anderes will das Team mit Jeanett Schacht, Petra Schünemann und Birgit Jaskulke in Pokrent für den Nachwuchs in den Bereichen Krippe, Kindertagesstätte und Hort erreichen. Platz ist für 38 Kinder. Aktuell besuchen 31 Mädchen und Jungen die Einrichtung. Für den Herbst ist ein Tag der offenen Tür geplant.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen