Nordwestkreis : Landkreis setzt auf Digitalfunk

In Fahrzeugen von Feuerwehren und des Rettungsdienstes sollen ab Oktober Digitalfunkgeräte eingebaut werden.
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In Fahrzeugen von Feuerwehren und des Rettungsdienstes sollen ab Oktober Digitalfunkgeräte eingebaut werden.

Ausschreibung für den Einbau moderner Geräte in Fahrzeugen der Feuerwehren und des Rettungsdienstes hat begonnen

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19. Juli 2014, 00:01 Uhr

In Nordwestmecklenburg bahnen sich weitere Investitionen im Feuerwehr- und Rettungswesen an. So sollen Einsatzfahrzeuge mit Digitalfunkgeräten ausgestattet werden. Eine entsprechende Ausschreibung seitens des Landkreises hat begonnen. Sie endet Mitte August. Danach sollen die Geräte von einer Firma vom 6. Oktober an in die Fahrzeuge der Feuerwehren und des Rettungsdienstes Nordwestmecklenburg eingebaut werden. Bis zum 6. Mai 2015 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Die Einbaukosten dürften sich ersten, vorsichtigen Schätzungen zufolge auf mindestens 100 000 Euro belaufen. Das Geld dafür sollen die Städte und Gemeinden aufbringen. Im Gegenzug will der Landkreis die Digitalfunkgeräte für die Fahrzeuge zur Verfügung stellen.

Mit der neuen Technik soll eine direkte digitale Funkverbindung vom Einsatzort zur Rettungsleitstelle Schwerin mit verbesserter Sprachqualität möglich sein. „Störende Nebengeräusche, hervorgerufen zum Beispiel von Tragkraftspritzen, könnten herausgefiltert werden“, sagt der Rehnaer Amtswehrführer Henry Wanzenberg.

Bereits jetzt können Brandschützer mittels Handsprechfunkgeräten die Vorteile der digitalen Technik nutzen und an Einsatzorten miteinander kommunizieren. Die digitale Aufrüstung der Einsatzfahrzeuge hatte sich allerdings verzögert. Zuletzt waren Pläne verworfen worden, die Feuerwehrfahrzeuge bis Ende 2013 mit der digitalen Funktechnik aufzurüsten – obwohl das Geld dafür seit Jahren von den Kommunen bereitgestellt wird. Ein Grund für die Verzögerung war, dass die technische Anbindung an die Leitstelle noch nicht komplett vollzogen war. Dieses Problem ist jetzt offenbar gelöst.

Um bei der aktuellen Digitalfunk-Ausschreibung auf Nummer sicher zu gehen, verlangt der Landkreis von potenziellen Anbietern, gleich eine ganze Reihe von detaillierten Unterlagen. So sollen Bieter beispielsweise eine Referenzliste über bisher durchgeführte Leistungen im Bereich Digitalfunk vorlegen. Daraus soll unter anderem hervorgehen, für welche Auftraggeber inklusive Auftragsvolumen sie in den vergangenen drei Jahren tätig waren. Außerdem sollen sie einen detaillierten Ablaufplan mit Zeitangaben und geplantem Personaleinsatz vorlegen. Darüber hinaus verlangt der Landkreis eine schriftliche Erklärung zur Tariftreue.

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