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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

20. November 2017 | 13:04 Uhr

Klein Salitz : Lammzeit mit Vierlingen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Milchschäferei lädt zum Schertag am 9. Mai ein. Familienprogramm mit Schaukäserei

von
erstellt am 04.Mai.2015 | 23:00 Uhr

Runter mit der Wolle. Auf dem Hof der Milchschäferei von Andreas und Anja Richter erhalten die Tiere ihrer Schafherde den Sommerschnitt. „Immer im Frühling“, erzählt Anja Richter. Neu ist: In diesem Jahr dürfen Naturliebhaber und all jene, die sich über Lämmer freuen oder Wissenswertes über die Bio-Milchschäferei in Erfahrung bringen möchten, dabei sein.

Schafscherer Willy Arndt aus Groß Molzahn wird sich der insgesamt 370 Köpfe zählenden Herde annehmen, mit ruhiger Hand den Schafen die Pullover ausziehen, fügt das Paar hinzu. „Am Sonnabend, 9. Mai, freuen wir uns über reichlich Publikum“, sagt Anja Richter. 55 Schafe erhalten am Schautag ihren Sommerschnitt. Das Scheren ist ein altes Handwerk, durchaus mit einer gewissen Zukunft in der Schaalseeregion. Dazu tragen unter anderem Richters bei. Zahlreiche Lämmer erblickten in diesen Tag das Licht der Welt , Tiere, die in den kommenden Monaten die Weiden rund um das Anwesen in Klein Salitz kurz halten. „ In diesem Jahr gab es sogar Vierlinge“, freut sich Andreas Richter. Das sei selten und kommt bei Milchschafen im Schnitt nur alle drei Jahre vor.

Aktuell sind die Muttertiere und die Lämmer unter besonderer Beobachtung und verbringen die ersten zwei Tage im Stall. Diese Vorsicht resultiert aus zahlreichen Erlebnissen, die Richter mit Kolkraben in der Vergangenheit hatte. Die Rabenvögel sind schlau, passen nicht selten die Momente ab, wenn die Tiere nach dem Lammen hilflos am Boden liegen. Die Kolkraben attackieren die Jungtiere. „Sie sind leichte Beute“, meint Anja Richter. Kaum ausgesprochen kreist ein schwarzer Vogel über dem Anwesen. Andreas Richter schaut gespannt in die Luft, bleibt dennoch gelassen: „Wenn wir uns hier bewegen passiert nichts.“ Spätestens, wenn die Jungtiere nach zwei Tagen mobil auf der Weide unterwegs sind, sind sie für die Kolkraben uninteressant.

Die Vierlings-Schaf-Familie mit einem weißen Jungtier in der Mitte, wird heute wieder auf die Weide gehen. Dort können die Besucher sie am Sonnabend, 9. Mai, aus der Nähe betrachten, während auf dem kleinen Markt die Schaukäserei Einblicke in den Alltag auf dem Milchhof bietet, die Montagsspinner aus Wolle feine Fäden spinnen oder eine Filzerin ihre Arbeitstechniken erläutert. „Ein Programm für die Familie. Kaffee und Kuchen gibt es vor Ort“, sagt Anja Richter. Das Paar hält am Projekt der Milchschäferei fest. Das mit Erfolg: Bereits heute sei die Nachfrage nach Biokäse kaum zu bedienen, erzählen sie.

Im Schnitt produziert der Betrieb 120 Liter Schafsmilch am Tag und bietet mehr als 20 verschiedene Käsesorten im Biosegment an. Die Wolle der Schafherde geht an Ankäufer aus der Region Hamburg, einer Jurtenfilzerei in Berlin oder einer Filzpantoffelherstellerin in Süddeutschland.

 

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