„Essen und Lyrik“ in Carlow : Lammleber, Austern und Chanson

Synchron und mit stillem Kommando servierte die Bedienung die Gerichte.
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Synchron und mit stillem Kommando servierte die Bedienung die Gerichte.

Kulturkreis Carlow lud zum elften Mal zu „Essen und Lyrik“ mit Günter Weinberg in das Dorfgemeinschaftshaus ein

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25. März 2018, 20:00 Uhr

Austern, Lammleber im Teigmantel, Gemüsebrühe mit Alginat in Calcidbad eingetropft oder Filetierter Hering auf Humus angerichtet – wem alleine beim Lesen der kreativ gestalteten Menükarte zum „Essen und Lyrik“ im Carlower Dorfgemeinschaftshaus nicht das Wasser im Mund zusammenlief, fand spätestens beim anschließenden Probieren nur noch lobende Worte. Zum elften Mal lud der Kulturkreis Carlow zu dieser Veranstaltung ein, zum elften Mal kochte nicht nur Sterne-Koch Günter Weinberg für die Gäste, sondern mit ihm auch viele Frauen aus dem Ort. Gleich 14 weitere Mädchen und Frauen übernahmen die professionelle Bedienung der 60 Gäste.

„Eigentlich war ich ja 40 Jahre Berufsschullehrer, aber das Kochen hat mich schon immer fasziniert und so habe ich nebenbei doch schon recht professionell gekocht, auch in Sterne-Küchen“, erklärte der 64-jährige Wahl-Carlower. Seit 20 Jahren wohnt Weinberg hier und hat von der ersten Minute an auch seine Koch-Leidenschaft eingebracht. „Der Kulturkreis hat damals gefragt, ob man eine kulinarische Veranstaltung organisieren, und wir kamen schnell zu dem Entschluss, dass das eine gute Idee wäre. Wie man sieht, kommt es gut an“, sagte Günther Weinberg. Denn während die Veranstaltung am Sonnabend schon vor Monaten ausgebucht war, sind für 2019 ebenfalls schon 40 Karten verkauft. „Es bleiben also nur 20 Karten übrig. Das zeigt, dass wir scheinbar doch gut kochen und ein gutes Team sind“, erklärte Weinberg.

Günter Weinberg richtete zusammen mit den Frauen des Dorfes die Gerichte an.
Maik Freitag
Günter Weinberg richtete zusammen mit den Frauen des Dorfes die Gerichte an.

Er lobte noch einmal den Einsatz der vielen Helfer, die auch in diesem Jahr wieder zum Gelingen des Abends beitrugen. „Man darf nie vergessen, dass das hier niemand als Beruf macht“, sagte der Carlower. Mit einem Glas Gin-Tonic, inklusive einer kleinen Scheibe Gurke, wurden die Gäste bereits am Eingang empfangen. Nach einer kurzen Begrüßung ging es an den von Malte Weinberg gedeckten Tisch. „Mein Sohn hat die Lehre als Hotelfachmann abgeschlossen und kümmert sich um das Ambiente“, erklärte der Koch. Dass auch Weinbergs Sohn sein Handwerk versteht, zeigte nicht zuletzt der Gewinn eines Pokals im Bereich Restaurantfachmann. „Als Hotelfachmann ist das eigentlich gar nicht sein Bereich, aber so etwas macht mich als Vater natürlich stolz“, sagte Günter Weinberg.

Doch nicht auf die Zusammenstellung der neun verschiedenen Gänge und Atmosphäre durften sich die Gäste freuen, denn mit Chansons von Willi Winter und Klaus Bergmann war auch der musikalische Rahmen passend abgesteckt. „Wir hätten die neun Gänge natürlich auch in drei Gängen auf einem Mal servieren können. Doch so kann man jedes einzelne Detail viel besser genießen und sich ein Urteil erlauben“, so Weinberg abschließend.

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