Aus der Geschichte : Lager Nesow

Ankunft 1946

svz.de von
11. Juli 2016, 05:00 Uhr

Beidseits der Bahnlinie zwischen Holdorf und Rehna befand sich das Lager. Zuvor hausten dort Sowjetsoldaten. Als Unterkünfte dienten nur Holzbaracken und Erdbunker ohne Licht, in denen bis zu 30 Menschen leben mussten. Erst im Frühjahr 1947 wurden diese Höhlen leer gezogen. Doch auch in den zugigen Baracken war die Lebensqualität nicht deutlich besser, so gab es nur in einem Raum, der Wohnküche einen Ofen. Vom 10. Juli bis zum 20. September 1946 kamen die Züge mit den Flüchtlingen und Vertriebenen hier an. Als Wasserversorgung dienten eine Artesische Quelle und ein Brunnen. Gebadet und Wäsche gewaschen wurde in der Radegast, die unweit des Lagers verlief. 1967 wurde das Lager offiziell geschlossen, doch erst 2013 verließ es der letzte Bewohner.

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