Theater in rehna : Lachsalven über Tarnows Schwänke

Oliver Dischereit (l.) musste seiner Klasse Religion und Weltkunde beibringen. Der Administrat überprüfte das Wissen.
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Oliver Dischereit (l.) musste seiner Klasse Religion und Weltkunde beibringen. Der Administrat überprüfte das Wissen.

Plattdeutscher Verein Rehna spielte vor ausverkauftem Haus

svz.de von
03. April 2017, 05:00 Uhr

Eine einzige Karte hatte der Plattdeutsche Verein Rehna am Sonnabend noch an der Abendkasse übrig. Wieder war dessen jährlicher Abend schon Tage vorher gut gebucht. Rund 200 Gäste wurden zunächst von Tom Rohloff begrüßt und durften sich anschließend über einen tollen Tarnow-Abend freuen.

„Rudolf Tarnow wäre in diesem Jahr 150 Jahre alt geworden. Dieses Jubiläum konnten wir nicht spurlos an uns vorbeiziehen lassen“, erklärte Oliver Dischereit. Er hatte sich der Sache deshalb vor knapp drei Monaten angenommen und alleine die Bühnenstücke geschrieben und zusammengestellt. „Wir haben drei Blöcke im Angebot. Da jeder Block allerdings auf den vorherigen aufbaut, war es besser, dass in diesem Jahr nur einer die Auftritte vorbereitet“, erklärte der 37-Jährige.

Mit einigen Liedern des Rehnaer Chores unter der Leitung von Eva Doßmann wurden die Gäste auf den „Köster Klickermann“, eingestimmt. Denn der Lehrer einer Klasse mit etwa zehn Schülern musste seinen Schützlingen nicht nur die Religion beibringen, sondern auch in der Weltkunde umsichtig weiterbringen. Das schien ihm, gespielt von Oliver Dischereit, allerdings nur wenig gelungen zu sein, denn der überprüfende Administrat stellte humorvoll doch einige Wissenslücken fest.

„Wir haben jetzt seit Anfang des Jahres die Stücke zusammengestellt und geprobt. Es klappt sicherlich nicht alles, aber wir sind bestens vorbereitet, zumal auch nicht alle Stücke für uns neu sind“, erklärte „der Lehrer“. Etwa 20 aktive Mitglieder hatten sich vorbereitet und stellten im Verlauf des Abends nicht nur eine Schulklasse dar, sondern erzählten humorvoll auch über das frühere Dorfleben sowie im dritten Teil Seemannsgeschichten. Dabei zeigte auch der Nachwuchs des Vereins sein Können und sorgte für strapazierte Lachmuskeln. „Unser Nachwuchs macht sich ganz gut. Allerdings würden wir die Arbeit mit ihnen mehr konzentrieren wollen. Es wird demnächst Überlegungen geben. Mal sehen, was wir davon umsetzen können“, erklärte Dischereit, der auch in diesem Jahr wieder mit der Besucherzahl sehr zufrieden war. „Wieder volles Haus. Was will man mehr. Also kommt unsere Arbeit doch immer noch sehr gut an. Das freut mich sehr und ist auch ein Lob für alle Mitwirkenden“, sagte er. Deshalb wird es auch im kommenden Jahr wieder humorvolle, plattdeutsche Geschichten zu sehen und hören geben.

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