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„Dörfer zeigen Kunst“ Thandorf : Kunstwerke schmücken das Land

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

140 Künstler in 22 Gemeinden aus Ämtern Lauenburgische Seen, Gadebusch und Rehna dabei

London, Amsterdam, New York und jetzt Thandorf – die Liste der Galerien, in denen der Badower Nando Kallweit seine Kunstwerke präsentiert, zeugt von globaler Reichweite. Dass sich jetzt Thandorf mit seinem Kunststall im Sommer einreiht, findet der Badower spannend. „Kunst und Kultur spricht die Besucher an, die in unsere Region kommen. Die Gäste suchen Begegnungen und die finden sie mit solch Kunstaktionen in den Dörfern“, sagt Kallweit.

Möglich wird dies durch die mittlerweile 13. Ausstellungsreihe „Dörfer zeigen Kunst“, die am 13. August ihre Türen öffnet. „22 Gemeinden in den Amtsbereichen Lauenburgische Seen, Rehna und Gadebusch sind mit von der Partie und bei ihnen vor Ort mehr als 140 Künstler und Kunstschaffende“, sagt und freut sich Heinz Dohrendorff. Der Amtsvorsteher vom Amt Lauenburgische Seen hat den Hut auf und spricht von einer wachsenden Begeisterung und Resonanz auf die länderübergreifende Aktion, die in diesem Jahr bis zum 4. September andauert.

Wie gehabt wird eine Gemeinde zentraler Eröffnungsort sein. In diesem Jahr präsentiert sich am 12. August um 19 Uhr die Gemeinde Schmielau. Bürgermeister Eckhard Rollinger kündigt rund um das Gemeindezentrum „Musik, Kunst und beste Unterhaltung“ über die eigentliche Ausstellung hinaus an.

Wer die Kunstausstellungen mit dem Fahrrad erkunden möchte, der darf sich auf drei von Christian Lopau geführte Radtouren (Abfahrt Ratzeburg) durch eine reizvolle Landschaft freuen. Darüber hinaus bieten verschiedene Orte eigene Eröffnungsveranstaltungen, Workshops mit Künstlern, Präsentationen wie bei Strandkorbbearbeitung in Salem, Sommerkino an der Gläsernen Molkerei in Dechow, Konzertabende in Schlagsdorf und Demern oder bei „Ein Gemälde wird kopiert“ mit Künstler Thomas Plum in Dechow.

Susanne Raben-Johns, Eckhard Rollinger und Heinz Dohrendorff vom Amt Lauenburgische Seen versprechen jedenfalls ein unterhaltsamen Kultursommer, den die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg mit der Interessengemeinschaft Tourismus und dem Schleswig-Holstein-Netz fördern. Mehr als 3000 Euro stehen für Aktionen in den drei Ämtern bereit. Eine finanzielle Beteiligung aus Nordwestmecklenburg, die gibt es bislang nicht, wie Thomas Schläfke, Filialleiter der Sparkasse, auf Anfrage der SVZ sagt. Man habe gesucht und keine Unterstützer gefunden.

Was nicht ist, kann sich womöglich noch auf Mecklenburger Seite entwickeln, denn „Dörfer zeigen Kunst“ gilt als erfolgreiche Plattform, sich u.a. auch mit Kunst der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen. Dazu zählten im vergangenen Jahr die Werke von Armin Blohm genannt Junghardt, der mit einem durch einen Fleischwolf gedrehten Hakenkreuz die Debatte über das, was Kunst darf oder nicht ankurbelte. Der daraufhin von lauenburgischer Seite angestrebte Rückbau blieb aus (wir berichteten).

Ein heute entspannter Heinz Dohrendorff macht deutlich: „Wir waren für solche Situationen ungeschult. Heute haben wir alles aufgearbeitet und sind davon überzeugt, dass wir den Künstlern freie Hand lassen.“ Offene Worte, die der Kreativität zahlreicher Kunstschaffenden in den drei Ämtern Spielraum für anspruchsvolle Kunst und Kultur geben.Armin Blohm genannt Junghardt wird mit einer Ausstellung „Metallskulpturen“ den Ausstellungsort Utecht erneut bereichern.

Nando Kallweit aus Badow steckt noch mitten drin, im Werden seiner Werke. „Könige auf dem Dorf“ lautet schon mal der Titel. „Es handelt sich um eine Skulptur, die wir am Kunststall Thandorf zeigen. Mal sehen, welcher Platz sich eignet. Vielleicht umschließt der Morgennebel die Figuren oder das Werk leuchtet in der Abendsonne“, sagt er.

Die Veranstaltung „Dörfer zeigen Kunst“ klingt vielversprechend. Alle Termine und Veranstaltungen im SVZ-Internet.  

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erstellt am 22.Jul.2016 | 04:45 Uhr

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