Gadebusch : Kunstwege durch die Münzstadt

Seit 65 Jahren lebt Gerhard Schotte in Gadebusch. Sein Kunstführer ist eine Hommage an die Stadt.
Seit 65 Jahren lebt Gerhard Schotte in Gadebusch. Sein Kunstführer ist eine Hommage an die Stadt.

Nach zweijähriger Arbeit bringt Gerhard Schotte erstmals einen Kunstführer heraus

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25. September 2015, 23:18 Uhr

Eine neue Broschüre soll Einheimische und Touristen zu einem Spaziergang durch großartige Bauten vergangener Zeiten und zu Kunstwerken in Gadebusch einladen. Verfasst wurde das Werk von Gerhard Schotte, der es als Hommage an seine Heimatstadt bezeichnet.

„Ich glaube, vielen Menschen ist nicht bewusst, in was für einer schönen Stadt sie leben. Die romanische Hallenkirche, der gotische Chor der Kirche, das Rathaus mit seinem flämischen Renaissancegiebel und das Renaissanceschloss sind hervorragende Beispiele norddeutscher Baukunst“, sagt Gerhard Schotte. Zwei Jahre lange recherchierte er für diese Broschüre.

In das Werk integrierte der Zahnarzt im Ruhestand eine Karte mit 18 Sehenswürdigkeiten in einer der ältesten Städte Mecklenburgs ein. Dazu zählen beispielsweise das Gadebuscher Ratsdienerhaus, Skulpturenparks, der Herrenbrunnen, der 700-Jahr-Stein oder eine Haustür aus der Zeit des Empire von 1800 bis 1830.

Der Stadtkirche mit ihrem 42 Meter hohen Turm ist ein eigenes Kapitel gewidmet. In dem Bauwerk von nationaler Bedeutung befindet sich u. a. das älteste Gemälde der Stadt. „Dabei handelt es sich um die Darstellung des heiligen Christopherus aus dem 14. Jahrhundert. Er ist der Schutzpatron aller Reisenden“, verdeutlicht Gerhard Schotte.

Das wertvollste Kunstwerk der Kirche ist eine Bronzetauffünfte aus dem Jahre 1450. Drei Engel tragen den Kessel. Und auf der Wandung wird in zwei Reihen die Passionsgeschichte dargestellt. Diese Fünfte zähle neben denen in Rostock, Schwerin und Wismar zu den bedeutendsten in Norddeutschland.

Es sind Details wie diese, die das Werk „Kunstwege in Gadebusch“ zu einem lesenswerten und zugleich sehenswerten Werk machen. Denn es ist auch mit zahlreichen Bildern bestückt, die der Fotograf Volker Bohlman beisteuerte. Weitere Unterstützung erhielt der Gadebuscher Autor durch die Kunsthistorikerin Dr. Hela Baudis aus Schwerin, Renate Scheel aus Kritzmow und Dr. Kurt Hafften, der den Druck des Kunstführers finanziell ermöglichte.

Erhältlich ist das Premierenwerk von Gerhard Schotte in der Gadebuscher Buchhandlung. Es kostet 9,50 Euro und ist in einer Auflage von 750 Exemplaren in der „edition radegast“ erschienen.  

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