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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

24. November 2017 | 16:07 Uhr

Carlow : Kunst zwischen Stall und Scheune

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Carlower Hofgemeinschaft beteiligt sich an „Kunst Offen“

von
erstellt am 27.Mai.2014 | 23:25 Uhr

Auf dem Hof am Carlower Pappelweg ist alles für die Veranstaltung „Kunst Offen“ vorbereitet: Die Künstlerinnen Petra Mentz, Marita Bergmann und Anne Holsten haben sich die passenden Plätzchen auf dem weitläufigen Areal ausgesucht, an denen sie ihre Werke zeigen wollen. Die Hofgemeinschaft hat festgelegt, wer Kuchen backt und Kaffee kocht, der Gitarrist Markus Pütter wird die Veranstaltung musikalisch begleiten. Und doch herrscht bei den Beteiligten Sorge, dass zu „Kunst Offen“ an Pfingsten keine Besucher nach Carlow finden könnten.

Der Grund: Offenbar wegen einer Verkettung unglücklicher Umstände bei der Anmeldung ist die Carlower Hofgemeinschaft im Programmheft zur Kunstaktion in der Auflistung der Künstler des Landkreises Ludwigslust-Parchim statt Nordwestmecklenburg gelandet. Und auch in der Faltkarte in der Broschüre finden sich die Künstler auf der Karte von Ludwigslust-Parchim. „Da die anderen Künstler aus unserer Region in der Karte für Nordwestmecklenburg stehen, wirkt es, als seien wir völlig allein und abgekoppelt, dabei finden rund um Carlow überall Veranstaltungen statt“, sagt Petra Mentz. „Wir haben wirklich Angst, dass drei Tage niemand zu uns kommt. Das wäre unheimlich schade.“

Denn an Pfingsten, von Sonnabend bis Montag, jeweils von 11 bis 18 Uhr, soll der ganze Hof ganz im Zeichen der Kunst stehen: Auf der kleinen Wiese, zwischen Scheune und Pferdestall, zeigt Hobby-Keramikerin Petra Mentz, die sich zum ersten Mal an „Kunst Offen“ beteiligt, „Keramik mit vielen Gesichtern“, wie sie ihre Werke nennt: „Das sind gute Geister für den Garten ebenso wie meine fabelhaften Fische, die als kleine Dose oder Vase genutzt werden, Geschirr ebenso wie Skulpturen.“

Marita Bergmann stellt in der kleinen Sitzecke an der Scheune verschiedene Bilder aus, Werke in Aquarell, Öl oder Acryl. Ihren Stil bezeichnet sie selbst als intuitive Malerei: „Es entsteht etwas, was ich dann intuitiv weitermale, ich habe keinen festen Stil.“ Anne Holsten zeigt mitten in der Natur und unter freiem Himmel großformatige Naturfotografien auf Leinwand. Am Sonntag und Montag, jeweils von 15 Uhr an, wird Musiker Markus Pütter die Besucher mit Fingerstyle Gitarre unterhalten. „Die ganze Hofgemeinschaft, insgesamt leben hier 16 Erwachsene, beteiligt sich außerdem an der Aktion, jeder übernimmt bestimmte Aufgaben“, so Bergmann.

Insgesamt nehmen an „Kunst Offen“ in diesem Jahr zwischen Boizenburg an der Elbe und Rostock rund 300 Künstler teil, alleine in Nordwestmecklenburg sind es mehr als 100 in 62 Orten. Überall wird vom 7. bis 9. Juni der gelbe Schirm als Erkennungszeichen auf ein offenes Atelier oder eine offene Werkstatt hinweisen. Weitere Informationen zu „Kunst Offen“ gibt es im Internet unter www.kunst-offen.net. Hier kann auch die Programmbroschüre herunter geladen werden.

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